Belfast (2021)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Kenneth Branagh |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2021-11-12 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 11.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 49.158.343 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (1.732 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Belfast, August 1969. Der neunjährige Buddy erlebt mit, wie protestantische Loyalisten katholische Häuser und Geschäfte angreifen.
Seine Familie steht vor einer Entscheidung: bleiben oder gehen. Sydney, Vancouver, England — die Möglichkeiten liegen auf dem Tisch. Buddy dagegen hat andere Sorgen. Er ist in seine katholische Mitschülerin Catherine verliebt und gerät nebenbei in Dinge, die er nicht überblickt.
Entstehungsgeschichte
Kenneth Branagh führte Regie und schrieb das Drehbuch. Er bezeichnet den Film als sein persönlichstes Projekt.
Jude Hill spielt Buddy, Caitríona Balfe die Mutter, Jamie Dornan den Vater, Judi Dench die Großmutter und Ciarán Hinds den Großvater. Colin Morgan spielt den Billy Clanton, Lara McDonnell die Moira.
Die Kamera führte Haris Zambarloukos, den Schnitt besorgte Úna Ní Dhonghaíle. Gedreht wurde mit einer Arri Alexa Mini LF und Objektiven des Panavision System 65 — digital und mit natürlichem Licht, die Umsetzung in Schwarzweiß erfolgte nachträglich.
Die Musik stammt von Van Morrison, der selbst aus Belfast kommt; im Vordergrund stehen E-Gitarre und Saxofon. Der Film enthält acht ältere Stücke Morrisons sowie das neue Lied „Down to Joy".
Die Dreharbeiten begannen im März 2020, der Hauptdreh lief von September bis Oktober 2020; die gesamte Produktion dauerte sieben Wochen. Gedreht wurde zunächst in London, dann in Belfast. Das Budget lag zwischen 10 und 15 Millionen Dollar.
Hinter den Kulissen
Die Perspektive ist die zentrale Entscheidung. Erzählt wird aus der Sicht eines Neunjährigen — der Bürgerkrieg ist damit nie Gegenstand einer Erklärung, sondern etwas, das in einen Alltag einbricht, den das Kind für normal hält.
Die Schwarzweißfassung wurde nicht gedreht, sondern hergestellt: aufgenommen wurde digital in Farbe. Das ist eine bewusst gesetzte Erinnerungsfarbe, kein dokumentarischer Effekt.
Bemerkenswert ist die Rolle der Musik. Van Morrison stammt selbst aus Belfast; seine Stücke sind nicht Untermalung, sondern das akustische Gegengewicht zu dem, was auf der Straße geschieht. Der Film setzt die Stimme der Stadt gegen ihre Gewalt.
Einordnung & Wirkung
Bei 10 bis 15 Millionen Dollar Herstellungskosten spielte der Film weltweit 49 Millionen ein, davon über 19 Millionen im Vereinigten Königreich und 9,3 Millionen in den USA und Kanada.
Beim Toronto International Film Festival 2021 gewann er den Publikumspreis. Bei den Golden Globes folgte der Preis für das beste Drehbuch bei insgesamt sieben Nominierungen, bei den BAFTA-Awards die Auszeichnung als herausragender britischer Film bei sechs Nominierungen. Bei der Oscarverleihung 2022 gewann Branagh für das beste Originaldrehbuch; der Film war siebenfach nominiert, darunter als bester Film. Bei den Critics' Choice Awards kam er auf elf Nominierungen.
Rotten Tomatoes weist 86 Prozent Zustimmung aus (334 Bewertungen, Schnitt 7,80 von 10), Metacritic 75 von 100. Beim Publikum ergab CinemaScore ein „A−".
Die Kritik war nicht einhellig. Kevin Maher nannte ihn in der Times einen Film formaler Schönheit mit mustergültigen Darbietungen, Peter Bradshaw im Guardian ein verführerisches Meisterwerk der Mythologisierung. David Ehrlich vergab bei IndieWire ein „C" und bemängelte grobe Pinselstriche; Entertainment Weekly gab ein „B−" und sprach von nebligem Nostalgie-Romantizismus.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jude Hill als Buddy
- Jamie Dornan als Pa
- Caitríona Balfe als Ma
- Lewis McAskie als Will
- Judi Dench als Granny
- Ciarán Hinds als Pop
- Lara McDonnell als Moira
- Colin Morgan als Billy Clanton
- Gerard Horan als Mackie
- Josie Walker als Auntie Violet
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Verfügbarkeit
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