Bataillon der Verlorenen (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Francesco Rosi |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-09-17 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (143 Stimmen) |
Worum es geht
Auf der Hochebene von Asiago, zwischen 1916 und 1917, findet sich ein junger italienischer Offizier an der Front des Ersten Weltkriegs wieder. Er ist mit Überzeugung in den Krieg gezogen, ein Interventist, der an die Sache glaubte. Doch was er erlebt, ist keine Bewährungsprobe, sondern der schleichende Zusammenbruch jeder Gewissheit: Die Führung der Armee erweist sich als unfähig, die Befehle als menschenverachtend, der Alltag der Soldaten als sinnloses Ausharren unter permanenter Lebensgefahr. Der Film verfolgt, wie sich aus jugendlichem Idealismus Ernüchterung und schließlich Entsetzen entwickelt.
Entstehungsgeschichte
Francesco Rosi inszenierte den Film 1970 als Drama mit Kriegsfilm-Elementen. In den Hauptrollen stehen Mark Frechette, Alain Cuny, Gian Maria Volonté und Giampiero Albertini. Die Freigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Schon die Kombination aus Drama und Kriegsfilm deutet an, dass hier weniger die Schlacht selbst im Zentrum steht als das, was sie mit den Menschen macht, die sie durchleben müssen. Die Anlage der Geschichte um einen anfangs kriegsbefürwortenden Offizier erlaubt es, den Weg vom Glauben an eine Sache zu dessen Erschütterung als inneren Prozess zu zeigen, nicht als äußeres Spektakel allein. Dass die Erzählung sich auf einen konkreten historischen Frontabschnitt und einen begrenzten Zeitraum stützt, gibt ihr eine dokumentarische Nüchternheit, während der Fokus auf Befehlsstrukturen und deren Versagen eine grundsätzlich kritische Haltung gegenüber militärischer Autorität erkennen lässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,3 aus einem noch überschaubaren, dreistelligen Stimmenaufkommen zählt der Film zu den solide, aber nicht breit bewerteten Werken seines Genres. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1970 und heute liegen mehr als fünfzig Jahre, was den Film in eine Zeit stellt, in der Kriegsfilme zunehmend aus der Perspektive des einzelnen, desillusionierten Soldaten statt aus heroischer Distanz erzählt wurden. Innerhalb des Kriegsfilmgenres reiht er sich damit in eine Tradition ein, die den Ersten Weltkrieg weniger als Schauplatz von Tapferkeit denn als Ort systemischen Versagens begreift.
Bilder



Besetzung & Stab
- Mark Frechette als Lt. Sassu
- Alain Cuny als Gen. Leone
- Gian Maria Volonté als Lt. Ottolenghi
- Giampiero Albertini als Capt. Abbati
- Pier Paolo Capponi als Lt. Santini
- Franco Graziosi als Maj. Malchiodi
- Mario Feliciani als Colonel Doctor
- Alberto Mastino als Soldier Marrasi
- Brunetto Del Vita als Col. Stringari
- Nino Vingelli als Wounded Soldier from Naples
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