Hände über der Stadt (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Francesco Rosi |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-10-11 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (162 Stimmen) |
Worum es geht
Am Rand von Neapel trifft der Bauunternehmer und Spekulant Edoardo Nottola auf den Bürgermeister Maglione. Sein Vorschlag klingt nach Fortschritt: Ackerland am Stadtrand soll erschlossen werden, moderne Wohnhäuser sollen entstehen. Was sich als Wohltat für die Bevölkerung verkaufen lässt, ist zugleich ein einträgliches Geschäft für alle Beteiligten, sobald der Stadtrat aus billigem Land teures Bauland macht. Der Film zeigt, wie ein einzelner Beschluss politische Verantwortung, wirtschaftliches Interesse und städtisches Wachstum miteinander verknüpft, und lässt offen, wie weit diese Verflechtung reicht.
Entstehungsgeschichte
Francesco Rosi inszenierte "Hände über der Stadt" 1963 als Drama. In der Rolle des Nottola ist Rod Steiger zu sehen, an seiner Seite stehen Salvo Randone, Guido Alberti und Marcello Cannavale. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Schon der Aufbau der Geschichte – ein Bauunternehmer, der einem Bürgermeister die Vorzüge eines Bauvorhabens schmackhaft macht – macht deutlich, dass es hier um die Mechanik von Macht und Kapital geht, nicht um individuelle Schicksale im klassischen Sinn. Die Reduktion auf einen einzigen Genrebegriff, Drama, verweist auf eine nüchterne, um Sachlichkeit bemühte Erzählweise: kein Krimi mit klaren Tätern, sondern die Beobachtung eines Systems, in dem sich private Gewinninteressen als Gemeinwohl tarnen. Dass die Handlung sich an einem konkreten städtischen Beschluss entzündet, verlagert den Konflikt von einzelnen Figuren auf Strukturen – Stadtrat, Bauwirtschaft, öffentliche Kommunikation –, die einander stützen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer eher schmalen Stimmenbasis gehört der Film zu den Titeln, die kein breites, aber ein beständiges Publikum gefunden haben. Seit seiner Entstehung 1963 sind über sechzig Jahre vergangen, in denen sich Debatten um Bauspekulation und städtische Planung nicht erledigt haben, was dem Stoff seine Relevanz belässt. Innerhalb des Dramas nimmt der Film mit seinem Fokus auf Verwaltungsentscheidungen und wirtschaftliche Interessen eine Position ein, die sich von privaten oder familiären Konflikten deutlich abhebt und stattdessen auf gesellschaftliche Mechanismen zielt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Rod Steiger als Edoardo Nottola
- Salvo Randone als Professor De Angelis
- Guido Alberti als Maglione
- Marcello Cannavale als Friend of Nottola
- Dante Di Pinto als President of Inquiry Committee
- Alberto Conocchia als Friend of Nottola
- Carlo Fermariello als De Vita
- Terenzio Cordova als Prosecutor
- Gaetano Grimaldi Filioli als Friend of Nottola
- Angelo D'Alessandro als Balsamo
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Verfügbarkeit
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