Alles steht Kopf (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pete Docter |
|---|---|
| Genre | Animation, Familie, Abenteuer, Drama, Komödie |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-06-17 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 175.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 857.611.174 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (23.901 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Kopf der elfjährigen Riley arbeiten fünf Emotionen an einer Schaltzentrale: Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel. Sie steuern, wie Riley auf die Welt reagiert, und verwalten ihre Erinnerungen — bis der Umzug der Familie von Minnesota nach San Francisco alles durcheinanderbringt.
Als Freude und Kummer versehentlich aus der Zentrale geraten, bleibt Riley mit Angst, Wut und Ekel zurück. Der Weg der beiden zurück führt durch das Langzeitgedächtnis, das abstrakte Denken und die Traumproduktion. Was als Abenteuer angelegt ist, läuft auf eine Einsicht zu, die Kinderfilme selten formulieren: dass Traurigkeit keine Störung ist, sondern eine Funktion — sie signalisiert anderen, dass jemand Hilfe braucht.
Entstehungsgeschichte
Pete Docter entwickelte die Idee aus der Beobachtung seiner eigenen Tochter, die mit etwa elf Jahren spürbar stiller und verschlossener wurde. Die Frage, was in ihr vorging, wurde zum Ausgangspunkt.
Pixar holte wissenschaftliche Beratung dazu, unter anderem die Psychologen Paul Ekman und Dacher Keltner, die zu Emotionsforschung arbeiten. Ursprünglich waren deutlich mehr Emotionen vorgesehen; das Team reduzierte auf fünf, weil sich mehr Figuren im Bild nicht mehr sauber unterscheiden ließen. Auch die Handlung änderte sich grundlegend — in früheren Fassungen war Angst die zweite Hauptfigur, bis sich herausstellte, dass die Erzählung nur mit Kummer funktioniert.
Hinter den Kulissen
Die Gestaltung folgt einer durchgehenden Regel: Alles im Kopf ist aus Erinnerungspartikeln aufgebaut, weshalb die Emotionen selbst leicht flimmern und körnig wirken, statt glatt gerendert zu sein. Für das abstrakte Denken durchlaufen die Figuren mehrere Stufen der Vereinfachung bis hin zu zweidimensionalen Flächen — eine Sequenz, die als Verbeugung vor der Moderne der Malerei angelegt ist.
Michael Giacchino komponierte die Musik; das Hauptthema ist bewusst einfach gehalten und wechselt seinen Charakter mit der jeweils führenden Emotion. Der Figur Bing Bong, Rileys vergessenem Fantasiefreund, gehört die emotional folgenreichste Szene des Films, deren Wirkung Pixar in Testvorführungen mehrfach überprüfte.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann den Oscar als bester Animationsfilm und war zusätzlich für das beste Originaldrehbuch nominiert — für einen Animationsfilm eine Seltenheit. Weltweit spielte er rund 858 Millionen Dollar ein.
Seine Wirkung reicht über das Kino hinaus: Der Film wird seither regelmäßig in Schulen, Therapie und Elternarbeit eingesetzt, weil er ein brauchbares Modell dafür liefert, wie sich über Gefühle sprechen lässt. Innerhalb Pixars steht er in einer Reihe mit "Oben" und "Alles steht Kopf 2" — Filmen, die ihre Zielgruppe über die Bereitschaft definieren, Kindern etwas Unangenehmes zuzumuten, statt es zu umgehen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Amy Poehler als Joy (voice)
- Phyllis Smith als Sadness (voice)
- Richard Kind als Bing Bong (voice)
- Bill Hader als Fear (voice)
- Lewis Black als Anger (voice)
- Mindy Kaling als Disgust (voice)
- Kaitlyn Dias als Riley (voice)
- Diane Lane als Mom (voice)
- Kyle MacLachlan als Dad (voice)
- Paula Poundstone als Forgetter Paula (voice)
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Verfügbarkeit
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