Oben (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pete Docter |
|---|---|
| Genre | Animation, Komödie, Familie, Abenteuer |
| Laufzeit | 96 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-05-28 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 175.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 735.103.954 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (22.142 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Carl Fredricksen hat sein Leben lang mit seiner Frau Ellie davon geträumt, zu den Wasserfällen Südamerikas zu reisen. Die ersten Minuten des Films erzählen diese Ehe ohne ein einziges Wort — Kennenlernen, Alltag, ein unerfüllter Kinderwunsch, Ellies Tod. Zurück bleibt ein siebenundsiebzigjähriger Witwer in einem Haus, um das herum eine Baustelle wächst.
Statt ins Heim zu gehen, bindet Carl tausende Luftballons an sein Haus und fliegt los. An Bord ist ungewollt der neunjährige Pfadfinder Russell. Was folgt, ist ein Abenteuer mit sprechenden Hunden und einem gealterten Forscher — und darunter die Frage, ob man ein Versprechen an einen Toten überhaupt noch einlösen kann.
Entstehungsgeschichte
Pete Docter entwickelte die Idee aus dem Wunsch, der Welt zu entkommen — der Ausgangsgedanke war ein Mann, der einfach wegfliegt. Über Jahre veränderte sich fast alles daran; frühe Fassungen spielten auf einem schwebenden Planeten und hatten mit dem fertigen Film wenig gemein.
Für die Gestaltung des Schauplatzes reiste ein Team nach Venezuela zu den Tepui-Tafelbergen und verbrachte dort mehrere Tage, um Gestein, Vegetation und Lichtverhältnisse zu studieren. Die Figur des Carl entstand aus Zeichnungen, die bewusst mit rechten Winkeln arbeiten, während Russell rund angelegt ist — ein Gestaltungsprinzip, das die beiden auch im Bild als Gegensatz führt.
Hinter den Kulissen
Die stumme Eröffnungssequenz gilt als eine der bekanntesten Passagen des Studios. Sie dauert rund vier Minuten, erzählt Jahrzehnte und kommt ohne Dialog aus; Michael Giacchinos Musik trägt sie allein. Das Team arbeitete lange daran, weil ein Kinderfilm, der mit Trauer beginnt, als Risiko galt.
Für die Ballons legte Pixar eine feste Zahl fest und simulierte deren Bewegung physikalisch — in den Nahaufnahmen sind über 10.000 Ballons im Bild, deren Verhalten berechnet statt animiert wurde. Der Sprecher von Carl, Ed Asner, war zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits in den Siebzigern; die Figur wurde nach den ersten Aufnahmesitzungen an seine Sprechweise angepasst.
Einordnung & Wirkung
"Oben" gewann den Oscar als bester Animationsfilm und für die beste Filmmusik und war zusätzlich als bester Film nominiert — erst der zweite Animationsfilm überhaupt in dieser Kategorie nach "Die Schöne und das Biest". Weltweit spielte er rund 735 Millionen Dollar ein.
Er markiert den Punkt, an dem Pixar seine Zielgruppe endgültig neu definierte: Die Eröffnung setzt voraus, dass ein Familienpublikum Trauer aushält, wenn sie ehrlich erzählt wird. Diese Linie führt direkt zu "Alles steht Kopf" und "Coco". Zugleich ist der Film ein seltenes Beispiel für einen Blockbuster mit einem Hauptdarsteller im hohen Alter, dessen Konflikt weder verjüngt noch verharmlost wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ed Asner als Carl Fredricksen (voice)
- Christopher Plummer als Charles Muntz (voice)
- Jordan Nagai als Russell (voice)
- Bob Peterson als Dug / Alpha (voice)
- Delroy Lindo als Beta (voice)
- Jerome Ranft als Gamma (voice)
- John Ratzenberger als Construction Foreman Tom (voice)
- David Kaye als Newsreel Announcer (voice)
- Elie Docter als Young Ellie (voice)
- Jeremy Leary als Young Carl (voice)
Weitere Filme von Pete Docter
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.