Birth of a Nation - Geburt einer Nation (1915)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | D.W. Griffith |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 190 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1915-03-08 |
| Budget | 100.000 $ |
| Einspielergebnis | 11.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 5,9 (615 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Südstaatler Ben Cameron kehrt nach dem Sieg des Nordens in eine veränderte Welt zurück. Aus seiner Sicht ist die eigene Bevölkerungsgruppe bedroht, und er gründet den Ku Klux Klan, den der Film als Selbstverteidigung der Weißen darstellt. In seine Familie fällt eine Tragödie: Seine Schwester nimmt sich das Leben, nachdem sie von einem schwarzen Mann vergewaltigt wurde. Der Film führt die Handlung darauf zu, dass die Weißen unter Camerons Führung die Kontrolle zurückgewinnen, und lässt an dessen Ende die Ehe mit der geliebten Elsie stehen, die aus einer Familie stammt, die sich den Nordstaaten angeschlossen hatte.
Entstehungsgeschichte
D.W. Griffith inszenierte den Film, der 1915 herauskam und im Original „The Birth of a Nation“ heißt. Zur Besetzung gehören Lillian Gish, Mae Marsh, Henry B. Walthall und Miriam Cooper.
Hinter den Kulissen
Drama, Historie und Kriegsfilm kommen zusammen, und die Erzählung nutzt alle drei Register: den Krieg als Rahmen, die Familie als Bühne, die politische Ordnung als Einsatz. Entscheidend für jede Beschäftigung mit dem Titel ist die Trennung zweier Ebenen. Inhaltlich ist der Stoff reaktionär und überholt — er schreibt einer rassistischen Organisation eine Schutzfunktion zu und begründet sie mit einer Gewalttat, die er einem schwarzen Mann zuschreibt. Formal dagegen zeigt sich hier eine Filmsprache, die zu voller Ausdruckskraft gefunden hat; Griffith gehört zu den Begründern dieser Ausdrucksmittel. Beides steht unversöhnlich nebeneinander und lässt sich nicht gegeneinander aufrechnen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 5,9 von 10 auf einer Basis von einigen hundert Stimmen dürfte diese Spaltung abbilden: Sie mittelt zwischen einer Einschätzung der Form und einer Ablehnung des Inhalts. 111 Jahre nach dem Erscheinen ist der Film kein Unterhaltungsangebot mehr, sondern ein Gegenstand, der ohne Einordnung nicht auskommt — und der zeigt, dass technische Neuerung und menschenverachtende Aussage einander nicht ausschließen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lillian Gish als Stoneman's Daughter Elsie
- Mae Marsh als Flora Cameron
- Henry B. Walthall als Col. Ben Cameron
- Miriam Cooper als Margaret Cameron
- Mary Alden als Stoneman's Housekeeper Lydia
- Ralph Lewis als Leader of the House Hon. Austin Stoneman
- George Siegmann als Lieut. Governor Silas Lynch
- Walter Long als Gus
- Robert Harron als Tod
- Wallace Reid als Jeff, the Blacksmith
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