Zeit der Liebe, Zeit des Abschieds (1936)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | William Wyler |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1936-09-23 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (150 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sam Dodsworth hat sein Berufsleben als Vorstandsvorsitzender eines Automobilherstellers hinter sich gebracht und lässt sich von seiner Frau Fran zu einer langen Europareise überreden, die für sie beide zu einer Zäsur wird. Fran, die sich zu Hause alt gefühlt hat, blüht schon während der Atlantiküberfahrt auf und wendet sich anderen Männern zu, während Sam an Bord der Witwe Edith Cortright begegnet. In Europa verliebt sich Fran in einen Adeligen und drängt auf Scheidung. Als diese Verbindung scheitert, kehrt sie zu Sam zurück, und beide planen die gemeinsame Rückfahrt nach Amerika. Doch auf dem Schiff wird Sam klar, dass die Ehe keine Zukunft mehr hat – eine Erkenntnis, die sein weiteres Handeln bestimmt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1936 unter der Regie von William Wyler. In den zentralen Rollen sind Walter Huston als Sam Dodsworth, Ruth Chatterton als Fran, Paul Lukas und Mary Astor als Edith Cortright zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama mit Liebesfilm-Elementen zeigt sich in der Anlage der Geschichte: Statt auf äußere Konflikte setzt die Erzählung auf die schleichende Entfremdung eines Paares, das an unterschiedlichen Erwartungen an das eigene Leben zerbricht. Die Reise über den Atlantik dient dabei als erzählerischer Rahmen, der beiden Figuren neue Möglichkeiten und Versuchungen eröffnet. Dass Sam auf der Überfahrt eine zweite Frau kennenlernt, die im Verlauf der Handlung an Bedeutung gewinnt, verweist auf die klassische Struktur eines Beziehungsdramas, in dem sich die Hauptfigur zwischen Pflichtgefühl und persönlichem Glück entscheiden muss. Die Besetzung mit vier tragenden Rollen unterstreicht, dass die Geschichte auf dem Beziehungsgeflecht zwischen diesen Figuren aufbaut, nicht auf einer einzelnen Perspektive.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film in einem Bereich, der auf ein kleineres, aber positiv gestimmtes Publikum hindeutet. Seit der Entstehung 1936 sind mittlerweile 89 Jahre vergangen, was den Film in eine frühe Phase des Tonfilmdramas einordnet, in der Ehe- und Beziehungsgeschichten mit psychologischer Genauigkeit erzählt wurden. Innerhalb des Genres steht er damit für eine Erzählweise, die auf große äußere Dramatik verzichtet und stattdessen die innere Entwicklung der Figuren in den Mittelpunkt stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Walter Huston als Sam Dodsworth
- Ruth Chatterton als Fran Dodsworth
- Paul Lukas als Arnold Iselin
- Mary Astor als Edith Cortright
- David Niven als Captain Clyde Lockert
- Gregory Gaye als Baron Kurt Von Obersdorf
- Maria Ouspenskaya als Baroness Von Obersdorf
- Odette Myrtil als Renée de Penable
- Spring Byington als Matey Pearson
- Harlan Briggs als Tubby Pearson
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