Zama (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lucrecia Martel |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-09-28 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (184 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zama ist Beamter der spanischen Krone, stationiert an einem entlegenen Posten in Südamerika. Er wartet auf einen Brief seines Königs, der ihm die ersehnte Beförderung und damit die Versetzung an einen anderen Ort bringen soll. Die Wochen werden zu Monaten, die Antwort bleibt aus, und mit dem Warten schwindet auch alles andere, was Zama an Halt und Status besaß. Aus dieser Lage heraus entschließt er sich, an der Verfolgung eines gefürchteten Verbrechers teilzunehmen. Die Jagd führt ihn tief in unbekanntes Terrain und an den Rand seiner Existenz. Wie diese Reise endet und was sie in ihm freilegt, sei hier nicht vorweggenommen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2017 und wurde von Lucrecia Martel inszeniert. In den zentralen Rollen sind Daniel Giménez Cacho, Lola Dueñas, Matheus Nachtergaele und Juan Minujín zu sehen. Es handelt sich um ein Drama mit historischem Hintergrund, angesiedelt in der Zeit der spanischen Kolonialverwaltung in Südamerika.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Historie zeigt sich hier weniger in großen Ereignissen als in der Erosion einer einzelnen Figur über Zeit. Die Geschichte ist als Wartezustand angelegt, der sich in eine Verfolgungsjagd verwandelt – eine Struktur, die weniger von äußerer Handlung als von innerer Zermürbung lebt. Dass Zama am Ende seiner Reise ausgerechnet den Wunsch zu leben als seine eigentliche Erkenntnis entdeckt, deutet auf eine Erzählung hin, die das koloniale System selbst als eine Form der Erstarrung und des Verfalls begreift, in der Status, Amt und Erwartung mehr zählen als das Individuum dahinter.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich der Rezeption, was für ein Werk dieser stillen, konzentrierten Machart nicht ungewöhnlich ist. Seit dem Erscheinen sind acht Jahre vergangen, genug Abstand, um den Film als eigenständigen Beitrag zum historischen Kolonialdrama zu betrachten, der sich weniger über Spektakel als über die psychologische Zeichnung seiner Hauptfigur definiert. Innerhalb des Genres steht er damit für einen Zugang, der Geschichte als Zustand erzählt statt als Abfolge von Ereignissen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Daniel Giménez Cacho als Don Diego de Zama
- Lola Dueñas als Luciana Piñares de Luenga
- Matheus Nachtergaele als Vicuña Porto / Gaspar Toledo
- Juan Minujín als Ventura Prieto
- Nahuel Cano als Manuel Fernández
- Mariana Nunes als Malemba
- Carlos Defeo als El Oriental
- Rafael Spregelburd als Capitán Hipólito Parrilla
- Daniel Veronese als Gobernador II
- Germán de Silva als Indalecio
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Verfügbarkeit
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