Winterschlaf (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Nuri Bilge Ceylan |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 196 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-06-13 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Einspielergebnis | 4.018.705 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (643 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In den imposanten Bergen Kappadokiens betreibt Aydin, ein ehemaliger Schauspieler, ein Hotel. Er wohnt dort mit seiner deutlich jüngeren Frau und seiner gerade geschiedenen Schwester. Draußen bedeckt Schnee das Land, drinnen wird das Hotel zum Schauplatz spannungsgeladener Auseinandersetzungen zwischen Aydin und seinem Umfeld. Es geht um Liebe und Macht, um Gesellschaft und Moral — verhandelt in Gesprächen, die sich Zeit lassen und dabei genau sind. Die Landschaft ringsum ist archaisch und weit, der Raum, in dem die Figuren aufeinandertreffen, ist es nicht.
Entstehungsgeschichte
Das Werk stammt aus dem Jahr 2014; Nuri Bilge Ceylan hat es inszeniert. Vor der Kamera stehen Haluk Bilginer, Melisa Sözen, Demet Akbağ und Ayberk Pekcan. Eine Besetzung aus vier Namen für ein Kammerspiel bedeutet, dass jede einzelne Figur Gewicht trägt und sich Auftritte nicht in einem größeren Ensemble verlieren. Bereits ab sechs Jahren ist der Film freigegeben, was zur Erzählweise passt: Die Konflikte werden ausgesprochen, nicht ausgetragen.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama und kreist um Hotel, Ehebeziehung, Ruhestand, ländliche Gegend, Schriftsteller und Anatolien. Das ergibt eine Konstellation, in der Herkunft, Besitz und Selbstbild ständig zur Verhandlung stehen. Der Hotelier, der schreibt, hat Zeit und Deutungshoheit; die Menschen um ihn herum haben beides nicht. Der Winter dient dabei als Verstärker — er hält alle am selben Ort fest und macht Ausweichen unmöglich. Was die Figuren einander sagen, wiegt in dieser Anlage schwerer als das, was sie tun. Auch der Kontrast zwischen der Weite der Landschaft und der Enge des Hotels gehört zur Bauweise: Der Raum draußen ist grenzenlos, der Handlungsspielraum drinnen ist es nicht.
Einordnung & Wirkung
7,5 von 10 ist ein deutlich überdurchschnittlicher Wert, gestützt auf eine Bewertungsbasis im dreistelligen Bereich. Für ein dialoggetragenes Drama ohne genrehafte Zugänge ist das eine bemerkenswert einhellige Zustimmung — Stoffe dieser Bauart erreichen selten ein breites Publikum, finden dafür aber ein aufmerksames. 12 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Angebot für Zuschauer, die lange Gesprächsszenen und ruhige Beobachtung suchen und bereit sind, sich auf ein Tempo einzulassen, das der Winterlandschaft entspricht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Haluk Bilginer als Aydın
- Melisa Sözen als Nihal
- Demet Akbağ als Necla
- Ayberk Pekcan als Hidayet
- Serhat Kılıç als İmam Hamdi
- Tamer Levent als Suavi
- Nejat İşler als İsmail
- Nadir Sarıbacak als Levent
- Mehmet Ali Nuroğlu als Müşteri
- Gamze Kuş als Misafir 7
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Verfügbarkeit
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