Der wilde Birnbaum (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Nuri Bilge Ceylan |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 181 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-06-01 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (312 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Das Studium liegt gerade hinter ihm, als ein junger Türke mit literarischen Ambitionen in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat ein Buch geschrieben, doch für die Veröffentlichung fehlt das Geld. Also beginnt er, die nötige Summe Stück für Stück zusammenzukratzen, und klopft dabei an Türen, hinter denen ihn kaum jemand erwartet.
Parallel dazu sucht er wieder Anschluss an die alten Freunde und an die vertraute Umgebung. Das gelingt nur bruchstückhaft. Seine eigene Unsicherheit, ein tiefes Ringen um Sinn und Richtung und vor allem die Spielsucht seines Vaters stellen ihn vor ernste Schwierigkeiten, die schwerer wiegen als jede Absage. Ob das Buch am Ende erscheint, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Nuri Bilge Ceylan hat das Drama inszeniert, das 2018 herauskam. Vor der Kamera stehen Doğu Demirkol, Murat Cemcir, Bennu Yıldırımlar und Hazar Ergüçlü. Schon diese Zusammensetzung aus männlichen und weiblichen Rollen lässt ahnen, dass sich die Geschichte nicht allein auf den Heimkehrer verengt, sondern Familie und Dorfgemeinschaft mit in den Blick nimmt. Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Der Film bleibt ganz beim Drama und verzichtet auf jede Beimischung anderer Genres. Das passt zu einer Geschichte, deren Konflikte sich überwiegend im Inneren abspielen: Ehrgeiz trifft auf Selbstzweifel, das Verhältnis zwischen Vater und Sohn steht unter Spannung, und die Frage, ob man an einen Ort zurückkehren kann, den man einmal hinter sich gelassen hat, zieht sich durch die Ausgangslage.
Bemerkenswert ist die Spiegelung, die schon in der Anlage steckt. Der Sohn sammelt Geld, um sich mit einem Buch eine Zukunft zu eröffnen, während der Vater Geld im Spiel verliert. Zwei Haltungen zum Risiko prallen aufeinander, und beide betreffen dieselbe Familie. Eine solche Konstellation lebt weniger von äußeren Ereignissen als von Gesprächen, Begegnungen und dem langsamen Aufbrechen alter Gewissheiten.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,5 von 10 liegt der Film klar über dem Mittelfeld. Die Zahl der Stimmen bewegt sich allerdings erst im Bereich weniger hundert, das Urteil stützt sich also auf ein überschaubares Publikum.
Seit dem Erscheinen sind 8 Jahre vergangen. Im Genre gehört der Film zu den ruhigen, literarisch geprägten Heimkehrergeschichten, die ihre Spannung aus dem Zwiespalt zwischen Aufbruch und Herkunft beziehen und dem Publikum Geduld abverlangen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Doğu Demirkol als Sinan
- Murat Cemcir als İdris
- Bennu Yıldırımlar als Asuman
- Hazar Ergüçlü als Hatice
- Serkan Keskin als Süleyman
- Tamer Levent als Recep
- Akın Aksu als İmam Veysel
- Ahmet Rıfat Şungar als Ali Riza
- Kubilay Tunçer als İlhami
- Öner Erkan als İmam Nazmi
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Verfügbarkeit
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