Willard (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Daniel Mann |
|---|---|
| Genre | Horror, Science Fiction |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-07-30 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (141 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Willard führt ein zurückgezogenes Leben. Freunde hat er keine, dafür eine bettlägrige Mutter, um die er sich allein kümmern muss, und einen Chef, der einst die Firma seines Vaters übernahm und ihn nun bei jeder Gelegenheit schikaniert. Nur ein Versprechen an die Mutter hält den Vorgesetzten davon ab, Willard endgültig loszuwerden. Die Wende kommt, als Willard im Haus seiner Mutter Ratten vernichten soll und stattdessen anfängt, sie zu hüten. Im Keller entsteht ein Reich für die Tiere, das sich rasch vermehrt, und Willard nutzt seine neuen Verbündeten zunehmend für kleine Racheakte an denen, die ihn schlecht behandeln. Besonders eng ist seine Bindung zur weißen Ratte Sokrates, die er sogar mit ins Schlafzimmer und zur Arbeit nimmt. Diese Sonderstellung sorgt für Spannungen mit Ben, dem Anführer der übrigen Ratten, der dieselbe Nähe zu Willard einfordert.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1971 unter der Regie von Daniel Mann. In den zentralen Rollen sind Bruce Davison als Willard, Ernest Borgnine als sein Vorgesetzter, Sondra Locke und Elsa Lanchester zu sehen. Freigegeben ist der Titel ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Horror und Science-Fiction deutet an, dass die Geschichte nicht auf übernatürliche Schrecken setzt, sondern auf eine biologisch überzeichnete Bedrohung durch Tiere, die sich unkontrolliert vermehren. Die Anlage der Handlung folgt dabei weniger einer klassischen Schreckensdramaturgie als einer Beziehungsgeschichte: Ein gedemütigter Einzelgänger findet in einer Tiergruppe Zuneigung und Machtgefühl zugleich, was der Erzählung eine psychologische Note gibt, die über reinen Schockeffekt hinausgeht. Dass ausgerechnet eine einzelne Ratte, Sokrates, als bevorzugtes Individuum herausgehoben wird, während der Anführer Ben um Anerkennung kämpft, verweist auf eine Hierarchie innerhalb der Tiergruppe, die Willards eigene Position zwischen Unterdrückung und Kontrolle spiegelt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im mittleren Bereich dessen, was für Horrorfilme dieser Zeit üblich ist. Seit der Entstehung 1971 sind mehr als fünf Jahrzehnte vergangen, was den Film in eine frühe Phase des Tierhorrors der siebziger Jahre stellt, in der menschliche Konflikte über das Verhalten von Tieren ausgetragen werden. Innerhalb dieser Genrenische nimmt Willard mit seinem Fokus auf eine einzelne, fast intime Beziehung zwischen Mensch und Tier eine eigene Position ein.
Bilder






Besetzung & Stab
- Bruce Davison als Willard Stiles
- Ernest Borgnine als Al Martin
- Sondra Locke als Joan Simms
- Elsa Lanchester als Henrietta Stiles
- Michael Dante als Brandt
- Jody Gilbert als Charlotte Stassen
- William Hansen als Barskin
- John Myhers als Carlson
- J. Pat O'Malley als Jonathan Farley
- Joan Shawlee als Alice Rickles
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Verfügbarkeit
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