Spider-Man: A New Universe (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bob Persichetti |
|---|---|
| Genre | Animation, Action, Abenteuer, Science Fiction |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-12-06 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 90.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 394.884.133 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (17.889 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Miles Morales ist Teenager in Brooklyn, wird von seinem Vater auf ein Eliteinternat geschickt und will lieber Graffiti sprühen. In einem stillgelegten U-Bahn-Tunnel beißt ihn eine Spinne. Kurz darauf sieht er, wie Peter Parker beim Versuch stirbt, einen Teilchenbeschleuniger abzuschalten, mit dem der Verbrecherboss Kingpin ein Fenster in andere Realitäten öffnen will.
Der Beschleuniger zieht mehrere Spider-Leute aus Parallelwelten in Miles' Universum: einen abgehalfterten, geschiedenen Peter B. Parker, Gwen Stacy, eine Schwarzweiß-Version aus den 1930ern, ein Anime-Mädchen mit Roboter und ein Cartoon-Schwein. Sie müssen zurück, bevor die Instabilität die Stadt zerreißt — und Miles muss lernen, was keiner ihm beibringen kann.
Entstehungsgeschichte
Phil Lord und Christopher Miller, die zuvor "The Lego Movie" gemacht hatten, entwickelten das Projekt für Sony. Ihre Ausgangsentscheidung war, nicht Peter Parker zu erzählen — Miles Morales existiert in den Comics seit 2011 und war im Kino nie aufgetaucht.
Die zweite Entscheidung war die formale: Der Film sollte nicht aussehen wie andere Computeranimation, sondern wie ein gedrucktes Comicheft. Das bedeutete, praktisch jede Konvention des Studios zu verwerfen, was den Aufwand vervielfachte. Am Ende arbeiteten rund 140 Animatorinnen und Animatoren daran — die größte Besetzung, die Sony Pictures Animation je für einen Film aufgeboten hatte.
Hinter den Kulissen
Das Team entwickelte Werkzeuge, die es zuvor nicht gab: Rasterpunkte und Farbversätze wie bei ungenauem Druck, handgezeichnete Konturlinien über den 3D-Modellen, Sprechblasen und Lautmalereien im Bild. Ein Großteil der Bilder wurde nachträglich von Hand übermalt.
Am auffälligsten ist die Bildrate. Statt durchgehend zwölf oder vierundzwanzig Bilder pro Sekunde bewegt sich Miles zu Beginn in halber Frequenz — er wirkt unsicher und ruckelig —, und erst als er seine Fähigkeiten beherrscht, wechselt seine Animation in die volle Rate. Die Veränderung ist spürbar, ohne dass die meisten Zuschauer benennen können, woran es liegt. Zusätzlich hat jede der sechs Figuren aus anderen Universen ihren eigenen Zeichenstil, teils mit eigener Bildrate und eigenem Farbraum.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann den Oscar als bester Animationsfilm und setzte sich dabei gegen "Die Unglaublichen 2" durch. Weltweit spielte er rund 384 Millionen Dollar ein.
Sein Einfluss auf die Branche war unmittelbar und breit: Nach über zwei Jahrzehnten, in denen amerikanische Computeranimation weitgehend einem einheitlichen Realismus folgte, wurden stilisierte Verfahren wieder finanzierbar — von "Die Mitchells gegen die Maschinen" über "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" bis zu zahlreichen weiteren Produktionen. Miles Morales wurde durch den Film zu einer der bekanntesten Comicfiguren seiner Generation.
Bilder








Besetzung & Stab
- Shameik Moore als Miles Morales (voice)
- Jake Johnson als Peter B. Parker (voice)
- Hailee Steinfeld als Gwen Stacy (voice)
- Mahershala Ali als Uncle Aaron (voice)
- Brian Tyree Henry als Jefferson Davis (voice)
- Lily Tomlin als Aunt May (voice)
- Luna Lauren Vélez als Rio Morales (voice)
- Zoë Kravitz als Mary Jane (voice)
- John Mulaney als Spider-Ham (voice)
- Kimiko Glenn als Peni Parker (voice)
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