Wenn der Wind weht (1986)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jimmy T. Murakami |
|---|---|
| Genre | Animation, Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 80 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1986-10-24 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Einspielergebnis | 5.274 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (355 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem Dorf in Sussex leben Jim und Hilda Bloggs, ein älteres Ehepaar im Ruhestand. Die britische Regierung hat an die Bevölkerung Broschüren verteilt, die Verhaltensregeln für den Fall eines Atomkriegs enthalten. Lange wirken diese Hefte wie eine ferne Vorsichtsmaßnahme, bis das Radio tatsächlich Alarm gibt.
Jim und Hilda nehmen die Anweisungen ernst. In aller Eile richten sie in ihrem Haus einen Schutzraum ein und befolgen das Überlebenshandbuch Punkt für Punkt, im festen Vertrauen darauf, dass Hilfe in wenigen Tagen eintrifft. Draußen aber hat die atomare Druckwelle das ganze Land erfasst, Städte überrollt und sich unaufhaltsam über die ländlichen Gegenden ausgebreitet. Eingeschlossen in den eigenen vier Wänden versuchen die beiden, an ihrer gewohnten Ordnung festzuhalten, während sich die Welt um sie herum grundlegend verändert hat.
Entstehungsgeschichte
Jimmy T. Murakami inszenierte den Animationsfilm, der 1986 erschien und im englischen Original „When the Wind Blows“ heißt. Zur Besetzung gehören John Mills, Peggy Ashcroft, Robin Houston und James Russell. Freigegeben ist das Werk ab 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Animation, Kriegsfilm und Drama: Diese Verbindung ist ungewöhnlich, denn das gezeichnete Bild dient hier nicht der Leichtigkeit, sondern einem ernsten Thema. Der Krieg erscheint nicht als Schlachtfeld, sondern als Radiomeldung und als Folge von Handlungsanweisungen. Die Perspektive bleibt eng bei zwei älteren Menschen in ihrem Zuhause.
Gerade diese Beschränkung trägt die Anlage der Geschichte. Die Spannung entsteht aus dem Abstand zwischen dem, was das Ehepaar glaubt, und dem, was das Publikum über die Lage draußen längst ahnt. Die Broschüren der Regierung werden zu einem stillen Gegenspieler, weil sie Kontrolle versprechen, wo keine mehr möglich ist. Indem der Film seine Hauptfiguren als gewissenhafte, vertrauensvolle Bürger zeichnet, stellt er die Frage, was solche Vorsorge im Ernstfall wert ist.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 Punkten liegt die Bewertung klar im oberen Bereich, gestützt auf einige hundert Stimmen. Das ist keine breite, aber eine tragfähige Basis mit deutlicher Tendenz.
Seit dem Erscheinen sind 40 Jahre vergangen. Die Furcht vor einem nuklearen Konflikt, auf der die Handlung ruht, ist dennoch kein bloß historisches Motiv geblieben. Unter den Kriegsfilmen nimmt das Werk eine besondere Stellung ein, weil es ohne Front und ohne Soldaten auskommt und die Animation als Mittel der Verdichtung einsetzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- John Mills als Jim Bloggs (voice)
- Peggy Ashcroft als Hilda Bloggs (voice)
- Robin Houston als Radio Announcer (voice)
- James Russell als Russian submariner (voice)
- David Dundas als Additional Voices (voice)
- Matt Irving als Additional Voices (voice)
- Bernard Montgomery als Self (archive footage)
- Harry S. Truman als Self (archive footage)
- Joseph Stalin als Self (archive footage)
- Winston Churchill als Self (archive footage)
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Verfügbarkeit
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