Vier Leben (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michelangelo Frammartino |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-05-28 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (121 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein alter Ziegenhirte lebt in den kalabrischen Bergen einen kargen Alltag. Gegen sein Lungenleiden schluckt er Staub, den er in der Dorfkirche sammelt, eine Art Aberglaubensmedizin. Sein Leben endet still, inmitten seiner Herde. Doch damit ist die Geschichte nicht zu Ende: Am Tag nach seinem Tod kommt ein weißes Zicklein zur Welt. Es wächst heran, verirrt sich später im hügeligen Weideland und verendet unter einer Tanne. Der Baum wiederum wird für ein Dorffest gefällt und am Ende von Köhlern nach überlieferter Handwerkstradition zu Holzkohle verarbeitet. Am Schluss verliert sich der Blick im Rauch der Asche. Die Erzählung folgt damit keinem einzelnen Protagonisten, sondern einer Kette von Zuständen, die ineinander übergehen.
Entstehungsgeschichte
„Vier Leben“ (Originaltitel „The Four Times“) entstand 2010 unter der Regie von Michelangelo Frammartino. Es handelt sich um einen Spielfilm mit Giuseppe Fuda, Nazareno Timpano, Bruno Timpano und Artemio Vallone in den Besetzungslisten. Eine Altersfreigabe ist nicht überliefert.
Hinter den Kulissen
Die vier Stationen – Mensch, Tier, Pflanze, mineralisches Material – ergeben eine Erzählform, die weniger auf Handlung als auf Übergänge setzt. Das Drama ist hier kein Konflikt zwischen Figuren, sondern ein Kreislauf, in dem ein Leben in das nächste übergeht, ohne dass eine Ebene über der anderen steht. Die Besetzung besteht ausschließlich aus wenigen Namen, was auf eine reduzierte, wenig dialoglastige Anlage schließen lässt. Dass Tod und Neubeginn unmittelbar aufeinanderfolgen – der Hirte stirbt, am nächsten Tag wird das Zicklein geboren –, unterstreicht die Konstruktion als Kette statt als klassische Figurengeschichte.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im oberen Bereich, allerdings auf schmaler Datenbasis, die kein endgültiges Urteil zulässt. Seit dem Erscheinungsjahr 2010 sind inzwischen 15 Jahre vergangen, der Film steht also mit einigem zeitlichen Abstand da. Innerhalb des Dramas nimmt er durch seine ungewöhnliche, auf einen Kreislauf aus Mensch, Tier, Pflanze und Material gestützte Erzählform eine eigene Position ein, die sich von figurenzentrierten Genrebeiträgen deutlich unterscheidet.
Bilder





Besetzung & Stab
- Giuseppe Fuda als The Old Shepherd
- Nazareno Timpano als Charcoal Burner from Serra San Bruno
- Bruno Timpano als Charcoal Burner from Serra San Bruno
- Artemio Vallone als Charcoal Burner from Serra San Bruno
- Domenico Cavallo als Shepherd
- Santo Cavallo als Shepherd
- Peppe Cavallo als Shepherd
- Isidoro Chiera als Priest
- Iolanda Manno als Priest's Maid
- Cesare Ritorito als Altar Boy
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Verfügbarkeit
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