Michelangelo Frammartino
Werdegang
Michelangelo Frammartino wurde 1968 in Mailand als Kind calabrischer Eltern geboren. 1991 begann er ein Architekturstudium am Politecnico di Milano, bevor er zwischen 1994 und 1997 die Filmschule Civica Scuola del Cinema in Mailand besuchte. Dort entstanden Videoinstallationen, außerdem arbeitete er als Set-Designer für Filme und Videoclips. In dieser Zeit und danach drehte er mehrere Kurzfilme, darunter „Tracce" (1995) und „Io Non Posso Entrare" (2002). Sein erster Spielfilm „Il Dono" feierte 2003 in Locarno Premiere. Seit 2005 unterrichtet er Filmemachen an der Universität Bergamo, im Dezember 2013 leitete er zudem einen Workshop an der Universität Calabria.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Spielfilme von Michelangelo Frammartino als Regisseur verzeichnet, beide dem Genre Drama zugeordnet: „Vier Leben" aus dem Jahr 2010 und „Ein Höhlengleichnis" aus dem Jahr 2021. Die beiden Titel liegen elf Jahre auseinander und markieren damit eine schmale, aber zeitlich klar abgegrenzte Werkauswahl. Serien sind nicht enthalten, es handelt sich ausschließlich um Kinofilme. „Vier Leben" entstand, als Frammartino 42 Jahre alt war, „Ein Höhlengleichnis" folgte im Alter von 53 Jahren.
Einordnung
Die beiden Titel erhalten bei uns Bewertungen von 7,5 und 6,3, im Schnitt also 6,9 von 10. Damit fällt „Vier Leben" innerhalb der schmalen Auswahl deutlich besser aus als „Ein Höhlengleichnis". Die Spanne von elf Jahren zwischen den beiden Filmen zeigt eine geringe, aber kontinuierliche Präsenz des Regisseurs im Katalog, ohne dass sich daraus eine umfassendere Werkschau ergibt.