Verleugnung (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mick Jackson |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-09-30 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 10.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 7.994.527 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (716 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die amerikanische Schriftstellerin Deborah Lipstadt kann Menschen wie den britischen Historiker David Irving nicht ausstehen. Irving behauptet in seinen Schriften, es habe den Holocaust nie gegeben, und Adolf Hitler sei in seiner Rolle als Nazi-Führer stark verzerrt und dämonisiert dargestellt worden. Lipstadt bezeichnet ihn deshalb als Holocaust-Leugner. Irving reagiert darauf mit einer Klage wegen Verleumdung. Vor Gericht steht damit nicht er, sondern sie in der Pflicht: Die US-Amerikanerin muss beweisen, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern tatsächlich stattgefunden haben und dass Irving historische Daten manipuliert hat.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Mick Jackson, das Erscheinungsjahr ist 2016. Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall und Andrew Scott bilden die Besetzung. Freigegeben ist der Film ab zwölf Jahren. Die Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie beschreiben hier eine Erzählung, die ihren Konflikt im Gerichtssaal verhandelt. Die Beweislast liegt bei der Beklagten, und daraus ergibt sich die ungewöhnliche Bewegungsrichtung: Nicht die Leugnung muss sich rechtfertigen, sondern die Erinnerung muss belegt werden. Für die Figuren bedeutet das, dass Sachlichkeit zur Pflicht wird, wo Empörung naheläge. Ein solcher Aufbau setzt auf Verfahren, Aktenlage und Rede statt auf Handlung im engeren Sinn, und die vier genannten Darsteller stehen für ein Ensemble, das diese Auseinandersetzung im Wesentlichen über Sprache austrägt.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,8 von 10 fällt die Bewertung solide aus, gestützt auf eine noch schmale Bewertungsbasis. Zehn Jahre nach dem Erscheinungsjahr hat der Gegenstand nichts von seiner Dringlichkeit verloren, denn er handelt davon, wie sich belegbare Tatsachen gegen ihre Bestreitung behaupten lassen. Im Feld der Gerichtsdramen gehört der Film zu den Arbeiten, die den Stoff nüchtern und ohne Zuspitzung führen müssen, weil der Gegenstand keine andere Behandlung zulässt. Dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, verschiebt zugleich den Maßstab: Nicht Überraschung ist gefragt, sondern Nachvollziehbarkeit.
Bilder








Besetzung & Stab
- Rachel Weisz als Deborah Lipstadt
- Tom Wilkinson als Richard Rampton
- Timothy Spall als David Irving
- Andrew Scott als Anthony Julius
- Jack Lowden als James Libson
- Caren Pistorius als Laura Tyler
- Alex Jennings als Sir Charles Gray
- Harriet Walter als Vera Reich
- Mark Gatiss als Professor Robert Jan van Pelt
- John Sessions als Prof. Richard Evans
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