Verdammnis (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tarr Béla |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-10-20 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (155 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer trostlosen, verregneten Kleinstadt lebt Karrer in einer Art Dauerzustand aus Warten und Beobachten. Seine Aufmerksamkeit gilt einer blonden, geheimnisvollen Kabarettsängerin, die er begehrt, ohne sie je wirklich zu erreichen. Um ihr näherzukommen, sucht er den Kontakt zu ihrem Ehemann und verstrickt sich damit in ein Geflecht aus Abhängigkeit und Kalkül. Die Frau nutzt seine Zuneigung für ihre eigenen Zwecke, während Karrer zunehmend in Verzweiflung versinkt. Diese innere Verlorenheit spiegelt sich in der äußeren Umgebung: einem eisigen Klima, schäbigen Bars und streunenden Hunden, die durch die Straßen ziehen. Die Handlung selbst bleibt sparsam, das Geschehen konzentriert sich auf Stimmungen und Blicke statt auf große Wendungen.
Entstehungsgeschichte
„Verdammnis“ entstand 1988 unter der Regie von Tarr Béla. Der ungarische Spielfilm versammelt Székely B. Miklós, Cserhalmi György, Vali Kerekes und Pauer Gyula in den zentralen Rollen. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Krimi wird hier nicht im Sinne von Spannung oder Auflösung verstanden, sondern als Rahmen für eine Studie über Begierde, Manipulation und Ausweglosigkeit. Die kriminelle Komponente liegt weniger in einer Tat als in der stillen Verstrickung der Figuren untereinander. Die Anlage der Geschichte, mit ihrer sparsamen Handlung und der starken Bindung an wiederkehrende Bilder wie Kälte, Dunkelheit und streunende Tiere, deutet auf eine Erzählweise hin, die Atmosphäre über Plot stellt. Die Beschränkung auf wenige Figuren und einen begrenzten Schauplatz verstärkt den Eindruck einer geschlossenen, fast klaustrophobischen Welt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,6 bei einer Stimmenzahl im niedrigen dreistelligen Bereich zeigt sich ein kleines, aber vergleichsweise positiv eingestelltes Publikum. Seit der Entstehung des Films sind 37 Jahre vergangen, was ihn deutlich von aktuellen Produktionen des Genres abhebt. Innerhalb der Schnittmenge von Drama und Krimi nimmt „Verdammnis“ eine eigene Position ein, da er auf konventionelle Genrespannung verzichtet und stattdessen auf eine düstere, reduzierte Bildsprache setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Székely B. Miklós als Karrer
- György Cserhalmi als Sebestyén
- Vali Kerekes als The Singer
- Gyula Pauer als Willarsky
- Hédi Temessy als Cloakroom Attendant
- Gábor Balogh
- János Balogh
- Péter Breznyik Berg
- Imre Chmelik
- János Gémes
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Verfügbarkeit
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