Verbotene Spiele (1952)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | René Clément |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1952-05-09 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 10.188 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (364 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Frankreich, 1940. Beim Einmarsch der Deutschen kommen die Eltern eines fünfjährigen Mädchens ums Leben. Paulette steht plötzlich allein da, mitten im Strom der Flüchtenden, und findet schließlich Aufnahme bei einer Bauernfamilie auf dem Land. Die Pflegeeltern geben ihr ein Dach über dem Kopf, doch der Krieg ist auch hier nicht fern.
Mit den anderen Kindern entwickelt Paulette eigene Spiele. Sie spielen „Krieg“ und „Friedhof“, bestatten tote Tiere und ahmen dabei nach, was sie von den Erwachsenen kennen. Was nach kindlicher Beschäftigung aussieht, ist zugleich ein Versuch, mit Tod und Verlust umzugehen, die das Mädchen viel zu früh erfahren hat. Wohin diese Spiele führen, soll hier nicht verraten werden.
Entstehungsgeschichte
René Clément inszenierte das Kriegsdrama im Jahr 1952. Brigitte Fossey und Georges Poujouly stehen an vorderster Stelle der Besetzung, dazu kommen Philippe de Chérisey und Laurence Badie. Ab 12 Jahren ist der Film freigegeben.
Hinter den Kulissen
Drama und Kriegsfilm verbinden sich hier auf ungewöhnliche Weise. Schlachten und Soldaten stehen nicht im Vordergrund, der Zweite Weltkrieg wirkt vielmehr aus der Ferne in das Leben auf dem Land hinein. Flucht und Exodus, die ländliche Landschaft, die Aufnahme bei Pflegeeltern und das Motiv der Beerdigung bilden die Eckpfeiler der Geschichte.
Die Spiele der Kinder sind das Zentrum dieser Anlage. In ihnen spiegelt sich die Welt der Erwachsenen verzerrt wider: Rituale um den Tod werden nachgestellt, ohne dass die Kinder deren Sinn ganz erfassen. Der Film richtet den Blick dabei schonungslos auf die Gedankenlosigkeit des alltäglichen Lebens und auf eine Frömmigkeit, die nur äußerlich bleibt.
Einordnung & Wirkung
Ein Durchschnitt von 7,8 von 10 Punkten zeigt eine hohe Wertschätzung, gestützt auf einige hundert Stimmen. 74 Jahre nach seinem Erscheinen erreicht der Film damit weiterhin ein Publikum, das sich auf seinen ernsten Stoff einlässt. Innerhalb des Kriegsfilms steht er für jene Werke, die den Krieg aus der Sicht von Kindern schildern und seine Folgen dort zeigen, wo keine Front verläuft. Die Freigabe ab 12 Jahren macht ihn auch für ein jüngeres Publikum zugänglich, das die bedrückende Thematik mit Begleitung erschließen kann.
Bilder





Besetzung & Stab
- Brigitte Fossey als Paulette
- Georges Poujouly als Michel Dolle
- Philippe de Chérisey als Francis Gouard
- Laurence Badie als Berthe Dolle
- Suzanne Courtal als Madame Dolle
- Lucien Hubert als Monsieur Dolle
- Madeleine Barbulée als Red Cross Nun
- Jacques Marin als Georges Dolle
- Pierre Merovée als Raymond Dolle
- Denise Péronne als Jeanne Gouard
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Verfügbarkeit
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