...und Gerechtigkeit für alle (1979)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Norman Jewison |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 119 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1979-10-19 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 6.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 33.300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (619 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem Justizsystem, das Straftäter oft wieder gehen lassen muss, sind Absprachen zwischen Anwälten und Richtern Routine geworden, und nicht selten gerät dabei ein Unschuldiger ins Hintertreffen. Der junge Anwalt Arthur Kirkland hält diese Art von Gerechtigkeit für zunehmend untragbar; er ist ehrlich und meint seinen Idealismus ernst. Ernste Probleme bekommt er, als er einen angesehenen Richter verteidigen soll, der angeklagt ist, ein junges Mädchen geschlagen und vergewaltigt zu haben. Arthur weiß, dass der Richter schuldig ist. Der exzentrische, selbstmordgefährdete Amtskollege verlangt von ihm, im Prozess mitzuspielen. Damit steht Arthur vor einer Entscheidung zwischen seiner Karriere und seinem Selbstwertgefühl.
Entstehungsgeschichte
Norman Jewison inszenierte das 1979 erschienene Drama. Al Pacino spielt Arthur Kirkland, Jack Warden den exzentrischen Richter; John Forsythe und Lee Strasberg sind ebenfalls besetzt. Der Film ist Zuschauern ab sechzehn Jahren zugänglich, was zum Gewicht des Verhandlungsgegenstands passt.
Hinter den Kulissen
Der Stoff braucht kein zweites Genre: Als Drama angelegt, bezieht er seine Spannung vollständig aus einer moralischen Klemme, die sich nicht auflösen lässt, ohne dass die Figur etwas verliert. Der Gerichtssaal dient dabei weniger als Bühne für Beweisführung denn als Ort, an dem sichtbar wird, wie Verfahren und Gerechtigkeit auseinanderfallen können. Die Anlage der Nebenfiguren, allen voran des angeklagten Richters, sorgt dafür, dass der Druck nicht von außen kommt, sondern aus dem Inneren derselben Institution. Ein Vorwurf sexualisierter Gewalt steht im Zentrum und wird als Tatsache in die Waagschale gelegt, nicht als Effekt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,1 von 10 Punkten fällt das Urteil deutlich positiv aus, gestützt auf eine noch überschaubare Zahl an Stimmen. Siebenundvierzig Jahre nach dem Erscheinen hat die Frage, ob ein Verfahren und ein gerechtes Ergebnis dasselbe sind, nichts von ihrer Schärfe verloren. Im Justizdrama gehört der Film zu den Vertretern, die den Zweifel nicht am Ende auflösen, sondern ihn zum eigentlichen Gegenstand machen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Al Pacino als Arthur Kirkland
- Jack Warden als Judge Francis Rayford
- John Forsythe als Judge Henry T. Fleming
- Lee Strasberg als Grandpa Sam
- Christine Lahti als Gail Packer
- Craig T. Nelson als Frank Bowers
- Jeffrey Tambor als Jay Porter
- Sam Levene als Arnie
- Robert Christian als Ralph Agee
- Thomas G. Waites als Jeff McCullaugh
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