Topsy-Turvy – Auf den Kopf gestellt (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mike Leigh |
|---|---|
| Genre | Drama, Musik, Komödie, Historie |
| Laufzeit | 154 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-12-15 |
| Budget | 10.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 7.804.439 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (168 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
London in den 1880er Jahren: Das Autorenduo W.S. Gilbert und Arthur Sullivan gilt am Savoy Theatre als verlässliches Erfolgsgespann, bis ihre neueste Operette "Princess Ida" bei Kritik und Publikum durchfällt. Sullivan, enttäuscht von der leichten Muse, will sich fortan der großen Oper widmen. Doch die vertragliche Bindung an Theaterdirektor Richard D'Oyly Carte lässt keinen Raum für eine Pause. Als "Princess Ida" endgültig scheitert, drängt Carte auf ein neues Stück. Den entscheidenden Impuls findet Gilbert ausgerechnet auf einer japanischen Ausstellung – der Ausgangspunkt für die Arbeit an "Der Mikado". Der Film begleitet diesen Prozess des Suchens, Zweifelns und Wiederanfangens, ohne sich auf ein einzelnes dramatisches Ereignis zuzuspitzen.
Entstehungsgeschichte
"Topsy-Turvy – Auf den Kopf gestellt" entstand 1999 unter der Regie von Mike Leigh. In den Hauptrollen sind Jim Broadbent als Gilbert, Allan Corduner als Sullivan sowie Timothy Spall und Lesley Manville zu sehen. Der Film verbindet Drama, Musik, Komödie und historischen Stoff zu einem Werk über eine konkrete Schaffensphase zweier Künstler des viktorianischen London.
Hinter den Kulissen
Schon die Genremischung verrät die Anlage des Films: Statt einer reinen Biografie oder einem klassischen Konflikt-Drama verschränkt er musikalische Nummern mit komödiantischen und ernsten Tönen. Die Geschichte konzentriert sich auf einen begrenzten Zeitraum – vom Misserfolg eines Werks bis zur Entstehung des nächsten – und macht damit den kreativen Prozess selbst zum eigentlichen Thema, nicht ein äußeres Ereignis oder einen persönlichen Triumph. Die Ensemblebesetzung mit mehreren durchgehend präsenten Darstellern deutet auf ein vielstimmiges Bild des Theaterbetriebs hin, in dem nicht nur die beiden Hauptfiguren, sondern auch das Umfeld um Regisseur Carte Raum bekommen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Popularität ablesen ließe. Seit seinem Erscheinen 1999 sind mittlerweile 26 Jahre vergangen, was ihn heute klar als Werk seiner Entstehungszeit erkennbar macht. Innerhalb der Kombination aus Historiendrama und Musikfilm nimmt er mit seinem Fokus auf eine konkrete Werkgenese eine eher ungewöhnliche Position ein, die sich von reinen Musikbiografien unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jim Broadbent als W. S. Gilbert
- Allan Corduner als Sir Arthur Sullivan
- Timothy Spall als Richard Temple (The Mikado)
- Lesley Manville als Lucy Gilbert
- Ron Cook als Richard D'Oyly Carte
- Wendy Nottingham als Helen Lenoir
- Kevin McKidd als Durward Lely (Nanki-Poo)
- Shirley Henderson als Leonora Braham (Yum-Yum)
- Dorothy Atkinson als Jessie Bond
- Martin Savage als George Grossmith
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Verfügbarkeit
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