The Cremator - Der Leichenverbrenner (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Juraj Herz |
|---|---|
| Genre | Horror, Drama, Krimi, Komödie |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-03-14 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (276 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Herr Kopfrkingl ist ein Mann, der in seinem Beruf vollständig aufgeht: Er betreibt ein Krematorium, und er tut dies mit einer Hingabe, die man eher bei einem Berufenen als bei einem Angestellten vermuten würde. Er spricht von seinen Toten mit Zuneigung, sieht sich als jemand, der Seelen befreit, und wünscht seinen Mitmenschen aus einer Art verdrehter Nächstenliebe ein baldiges Ende. Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs gerät er in den Bann eines nationalsozialistisch gesinnten Bekannten, der ihm einredet, in seinen Adern fließe deutsches Blut. Kopfrkingl beginnt, von reiner Rasse zu träumen – und sein Krematorium bekommt plötzlich reichlich zu tun.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1969 unter der Regie von Juraj Herz. In den Hauptrollen sind Rudolf Hrušínský, Vlasta Chramostová, Jana Stehnová und Miloš Vognič zu sehen. Für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Horror, Drama, Krimi und Komödie ist ungewöhnlich, ergibt hier aber Sinn: Ein Stoff, der sich mit Ideologie, Mord und Selbsttäuschung befasst, lässt sich kaum in einem einzigen Genre unterbringen. Die komödiantischen Züge wirken dabei nicht entlastend, sondern verschärfen die Fallhöhe zwischen der Freundlichkeit der Hauptfigur und dem, wozu sie sich hinreißen lässt. Dass die Geschichte einen Familienvater und Angestellten zeigt, der sich in eine mörderische Weltanschauung hineinsteigert, macht den Film zu einer Studie über die Banalität, mit der Überzeugung in Verbrechen umschlagen kann. Die Rahmenhandlung am Vorabend des Zweiten Weltkriegs verleiht dieser privaten Verwandlung eine historische Tragweite, ohne dass der Film sie explizit ausbreiten muss.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,8 von 10 Punkten liegt der Film deutlich im oberen Bereich, wobei die Bewertungsbasis mit einem dreistelligen Stimmenaufkommen noch überschaubar ist. Seit der Entstehung 1969 sind mittlerweile über fünfeinhalb Jahrzehnte vergangen, ohne dass der Film an Schärfe verloren hätte. Innerhalb des Horrorgenres nimmt er eine Sonderstellung ein, weil er das Unheimliche nicht aus dem Übernatürlichen, sondern aus einem Menschen bezieht, der sich selbst für gut hält.
Bilder








Besetzung & Stab
- Rudolf Hrušínský als Karel Kopfrkingl
- Vlasta Chramostová als Lakmé / Dagmar
- Jana Stehnová als Zina
- Miloš Vognič als Mili
- Ilja Prachař als Walter Reinke
- Zora Božinová als Reinkeová
- Eduard Kohout als Bettleheim
- Jiří Lír als Strauss
- Dimitri Rafalsky als Fenek
- Jan Vlček als Vrána
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