Stilles Licht (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Carlos Reygadas |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 142 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2007-05-22 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (129 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Johan lebt als verheirateter Mennonit im Norden Mexikos, in einer Gemeinschaft, die sich zwar von radikaler Fortschrittsverweigerung gelöst hat – man fährt Auto, nutzt moderne Medizin –, aber Kontakte nach außen wie Telefon oder Internet ablehnt. Innerhalb dieser Gemeinschaft, die auf strenge Regeln und ein festes Verständnis von Ehe und Treue setzt, verliebt sich Johan in eine andere Frau. Diese Zuneigung stellt nicht nur seine Ehe, sondern auch die religiösen Grundsätze in Frage, nach denen er sein Leben bislang ausgerichtet hat. Die Geschichte bleibt nah an Johans innerem Konflikt und an den Konsequenzen, die sein Gefühl für das Gefüge seiner Familie und Gemeinschaft hat.
Entstehungsgeschichte
„Stilles Licht“ entstand 2008 unter der Regie von Carlos Reygadas. Der Film verbindet Drama und Liebesfilm und wurde mit Cornelio Wall, Miriam Toews, Maria Pankratz und Peter Wall besetzt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Liebesfilm und Drama bekommt hier ein ungewöhnliches Gewicht, weil sie in eine religiöse Gemeinschaft mit klaren moralischen Vorgaben eingebettet ist. Dass die Mennoniten in der Geschichte als moderat beschrieben werden – offen für Autos und Medizin, aber geschlossen gegenüber Kommunikation nach außen –, schafft eine Spannung zwischen äußerer Anpassung und innerer Strenge. Johans Konflikt entsteht gerade aus diesem Zwischenraum: Eine Gemeinschaft, die sich in manchen Dingen der Welt öffnet, in anderen aber unnachgiebig bleibt, macht seine persönliche Regelverletzung umso schwerer zu tragen. Die Besetzung mit Namen, die selbst der mennonitischen Lebenswelt nahestehen dürften, unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der die Geschichte an ihrem Milieu interessiert ist, ohne dass sich daraus weitere Aussagen über die Produktion ableiten lassen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich „Stilles Licht“ im soliden, aber nicht auffällig hoch bewerteten Bereich für Dramen mit religiösem Hintergrund. Seit dem Erscheinungsjahr 2008 sind mittlerweile 17 Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit vor der breiten Digitalisierung vieler Kinoerfahrungen setzt. Innerhalb der Schnittmenge von Liebesfilm und Drama nimmt er durch seine spezifische religiöse Rahmung eine Nischenposition ein, die sich deutlich von konventionellen Beziehungsgeschichten abhebt.
Bilder




Besetzung & Stab
- Cornelio Wall als Johan
- Miriam Toews als Esther
- Maria Pankratz als Marianne
- Peter Wall als Padre
- Jacobo Klassen als Zacarias
- Elizabeth Fehr als Madre
- Irmo Thiessen als Sara
- Alfredo Thiessen als Alfredo
- Daniel Thiessen als Daniel
- Autghe Loewen als Autghe
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Verfügbarkeit
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