Spotlight (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tom McCarthy |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-11-06 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 20.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 98.690.254 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (8.975 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
2001 kommt ein neuer Chefredakteur zum Boston Globe. Marty Baron ist Außenseiter — aus Miami, jüdisch, ohne Verbindungen in der Stadt — und fragt in seiner ersten Redaktionssitzung nach einer Kolumne über einen Priester, dem Missbrauch vorgeworfen wird, und nach den versiegelten Gerichtsakten dazu.
Das Rechercheteam Spotlight beginnt mit einem Fall und findet dreizehn, dann siebenundachtzig Namen. Der Film zeigt dabei fast ausschließlich Arbeit: Telefonate, Kellerarchive, Kirchenverzeichnisse, in denen Priester Jahr für Jahr als beurlaubt geführt werden. Und die Erkenntnis, dass die Redaktion Hinweise darauf schon Jahre zuvor bekommen und nicht verfolgt hat.
Entstehungsgeschichte
Grundlage ist die reale Recherche des Globe, die 2003 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Tom McCarthy und Josh Singer schlossen das Drehbuch im Juni 2013 ab; es stand auf der Black List der besten unverfilmten Texte.
Beide arbeiteten eng mit den realen Journalistinnen und Journalisten zusammen. Singer hat die Absicht klar benannt: Es gehe nicht darum, die katholische Kirche bloßzustellen, sondern die Geschichte genau zu erzählen und die Wirkung einer Redaktion zu zeigen.
Hinter den Kulissen
Die Dreharbeiten begannen am 24. September 2014 in Boston, unter anderem am Fenway Park und in der Stadtbibliothek, und wurden in Hamilton in Ontario fortgesetzt. Für die Redaktionsräume baute die Produktion ein früheres Kaufhaus in Toronto zu einer Nachbildung des historischen Globe-Newsrooms um.
Die Inszenierung verzichtet konsequent auf Zuspitzung: keine Verfolgungsjagden, keine anonymen Anrufer in Tiefgaragen, keine Musik unter den entscheidenden Szenen. Der Cutter Tom McArdle arbeitete acht Monate an der Fassung, strich fünf Szenen und straffte die Dialoge — der Film sollte wie Arbeit aussehen, nicht wie ein Thriller.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 99 Millionen Dollar ein, bei einem Budget von etwa 20 Millionen, und erhielt rund siebenundneunzig Prozent zustimmende Besprechungen. Bei sechs Nominierungen gewann er zwei Oscars — bester Film und bestes Originaldrehbuch — und ist damit der erste Preisträger der Hauptkategorie seit 1952, der nur zwei Auszeichnungen erhielt.
Die Reaktion der Kirche war ungewöhnlich zurückhaltend: Kardinal Sean O'Malley erkannte den Anteil des Films an notwendigen Reformen an, Radio Vatikan nannte ihn ehrlich und überzeugend, und die vatikanische Zeitung versicherte nach der Preisverleihung, es handle sich nicht um einen antikatholischen Film. Betroffenenverbände nahmen ihn überwiegend als Bestätigung auf; kritisiert wurde, dass die Rolle der von der Kirche beauftragten Psychologen bei der Versetzung von Tätern ausgespart bleibt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Mark Ruffalo als Michael Rezendes
- Michael Keaton als Walter 'Robby' Robinson
- Rachel McAdams als Sacha Pfeiffer
- Liev Schreiber als Marty Baron
- John Slattery als Ben Bradlee, Jr.
- Brian d'Arcy James als Matt Carroll
- Stanley Tucci als Mitchell Garabedian
- Elena Wohl als Barbara
- Gene Amoroso als Steve Kurkjian
- Doug Murray als Peter Canellos
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Verfügbarkeit
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