Slumdog Millionär (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Danny Boyle |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-11-12 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 15.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 378.400.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (11.595 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jamal Malik, achtzehn, aufgewachsen in den Slums von Mumbai, steht in der indischen Ausgabe von "Wer wird Millionär" kurz vor der letzten Frage. In der Pause wird er von der Polizei abgeholt und verhört — niemand glaubt, dass ein Teejunge ohne Schulbildung die Antworten kennt.
Im Verhör erklärt er zu jeder Frage, woher er die Antwort hat: aus einer Kindheit im Müll, aus religiöser Gewalt, aus organisiertem Betteln, aus der Arbeit als Fremdenführer am Taj Mahal. Der eigentliche Grund für seine Teilnahme ist ein anderer — er hofft, dass Latika ihn im Fernsehen sieht.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist der Roman "Rupien! Rupien!" des indischen Diplomaten Vikas Swarup. Simon Beaufoy schrieb das Drehbuch und veränderte die Struktur erheblich; die Liebesgeschichte ist seine Ergänzung.
Danny Boyle übernahm die Regie und arbeitete mit einer indischen Co-Regisseurin, Loveleen Tandan, die auch die Besetzung verantwortete und dafür sorgte, dass ein erheblicher Teil der Dialoge auf Hindi entstand — gegen den Wunsch des Studios. Der Vertrieb stand zwischenzeitlich auf der Kippe: Warner Independent wurde geschlossen, und der Film sollte ohne Kinostart ausgewertet werden, bis Fox Searchlight einstieg.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Mumbai, überwiegend an realen Schauplätzen einschließlich der Slums von Dharavi. Boyle setzte kleine Digitalkameras ein, um in engen Gassen und Menschenmengen drehen zu können.
Die Kinderdarsteller stammten teilweise selbst aus den Slums. Die Produktion richtete für sie Treuhandkonten ein und finanzierte Schulbesuche; dennoch entstand nach dem Erfolg eine Debatte über die Höhe ihrer Bezahlung. A. R. Rahman komponierte die Musik in rund zwei Monaten und verband indische Klänge mit elektronischer Produktion.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann acht Oscars, darunter bester Film und beste Regie, und spielte weltweit rund 378 Millionen Dollar ein — bei einem Budget von etwa 15 Millionen.
In Indien fiel die Aufnahme deutlich zwiespältiger aus. Kritik richtete sich gegen den Titel, gegen die Darstellung der Armut aus westlicher Perspektive und gegen den Vorwurf, der Film verkaufe Elend als Unterhaltung; es gab Proteste in Mumbai. Befürworter hielten dagegen, dass er indische Darsteller und indische Musik erstmals in dieser Größenordnung international sichtbar machte — A. R. Rahmans zwei Oscars gelten dort bis heute als kultureller Meilenstein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dev Patel als Older Jamal
- Freida Pinto als Older Latika
- Madhur Mittal als Older Salim
- Anil Kapoor als Prem
- Mahesh Manjrekar als Javed
- Saurabh Shukla als Sergeant Srinivas
- Irrfan Khan als Police Inspector
- Ankur Vikal als Maman
- Tanay Chheda als Middle Jamal
- Ayush Mahesh Khedekar als Youngest Jamal
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Verfügbarkeit
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