Schmetterling und Taucherglocke (2007)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Julian Schnabel |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2007-05-23 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 14.000.020 $ |
| Einspielergebnis | 19.777.647 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (1.316 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am 8. Dezember 1995 fällt Jean-Dominique Bauby, Journalist und Vater zweier Kinder, nach einem plötzlichen Gefäßunfall ins Koma. Als er daraus erwacht, sind seine motorischen Funktionen zerstört. Die Medizin nennt seinen Zustand Locked-in-Syndrom: Er kann sich nicht mehr bewegen, nicht sprechen, nicht einmal ohne Hilfe atmen.
In diesem reglosen Körper bleibt ein einziges Auge beweglich. Dieses Auge wird sein Zugang zur Welt, zu anderen Menschen, zum Leben überhaupt. Einmal blinzeln heißt ja, zweimal blinzeln heißt nein. Mit dem Auge hält er die Aufmerksamkeit seines Gegenübers bei den Buchstaben fest, die man ihm vorspricht, und setzt daraus Wörter zusammen, dann Sätze, schließlich ganze Seiten. Auf diesem Weg entsteht Wochen für Wochen ein Buch, dessen Sätze er sich jeden Morgen einprägt, bevor er sie diktiert.
Entstehungsgeschichte
Die Regie lag bei Julian Schnabel, das Erscheinungsjahr ist 2007. Mathieu Amalric übernimmt die zentrale Rolle, umgeben von Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze und Anne Consigny. Als Drama mit historischem Bezug trägt der Film eine Freigabe ab zwölf Jahren.
Hinter den Kulissen
Der Stoff ist präzise gebaut: Romanverfilmung, Schreiben, psychischer Stress, Sterben und Tod, der Beruf des Chefredakteurs, eine Geliebte, dazu eine wahre Begebenheit als Grundlage. Daraus ergibt sich eine ungewöhnliche erzählerische Aufgabe. Eine Hauptfigur, die weder sprechen noch handeln kann, zwingt die Erzählung dazu, ihre Bewegung nach innen zu verlagern. Was sonst über Dialog und Handlung läuft, muss hier über Wahrnehmung, Erinnerung und den mühsamen Vorgang des Buchstabierens laufen. Dass die Umgebung überwiegend weiblich besetzt ist, verweist darauf, dass sich das Geschehen aus Begegnungen am Krankenbett zusammensetzt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 bei mehreren tausend Stimmen liegt die Bewertung deutlich über dem Durchschnitt und gehört zu den höheren Werten in diesem Bereich. Neunzehn Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel dafür, wie ein Drama einen medizinischen Ausnahmezustand als Erzählform ernst nimmt, statt ihn nur als Anlass zu verwenden.
Bilder



Besetzung & Stab
- Mathieu Amalric als Jean-Dominique Bauby
- Emmanuelle Seigner als Céline Desmoulins
- Marie-Josée Croze als Henriette Durand
- Anne Consigny als Claude
- Patrick Chesnais als Dr. Lepage
- Niels Arestrup als Roussin
- Olatz López Garmendia als Marie Lopez
- Jean-Pierre Cassel als Father Lucien
- Marina Hands als Joséphine
- Max von Sydow als Papinou
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Verfügbarkeit
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