Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Julian Schnabel |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-11-15 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7 (1.613 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Vincent van Gogh geht von Paris nach Arles. Es ist 1888, und das Malen ist alles, was ihm bleibt.
Der Film begleitet ihn durch die Anfälle, die ihn heimsuchen, durch die Zeit mit Paul Gauguin und dessen Abreise, in die Nervenheilanstalt von Saint-Rémy und schließlich nach Auvers-sur-Oise, wo Dr. Paul Gachet sich um ihn kümmert.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Julian Schnabel. Das Drehbuch schrieben Jean-Claude Carrière — der 2015 einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk erhielt —, Louise Kugelberg und Schnabel.
Willem Dafoe spielt Vincent van Gogh, Rupert Friend seinen Bruder Theo, Oscar Isaac den Paul Gauguin, Mathieu Amalric den Dr. Paul Gachet, Mads Mikkelsen einen Priester, Emmanuelle Seigner die Madame Ginoux, Frank Molinaro den Henri de Toulouse-Lautrec und Amira Casar die Johanna van Gogh-Bonger.
Produziert wurde der Film von Jon Kilik. Die Kamera führte Benoît Delhomme, den Schnitt besorgten Louise Kugelberg und Schnabel, die Musik stammt von Tatiana Lisovskaya; Szenenbild und Kostüme verantworteten Cécile Vatelot und Karen Muller Serreau.
Gedreht wurde von November 2017 bis Februar 2018 in Arles und in Auvers-sur-Oise. Der Film dauert 111 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben.
Premiere war am 3. September 2018 in Venedig im Hauptwettbewerb; der US-Start folgte am 16. November 2018, der deutsche am 18. April 2019.
Hinter den Kulissen
Die Kamera ist der eigentliche Zugriff. Benoît Delhomme arbeitete mit Handkamera und Weitwinkelobjektiven; ein Kritiker beschrieb die rasende Unruhe der Aufnahmen als Entsprechung zur Perspektive eines gestörten Geistes.
Rudolf Worschech hob hervor, dass Schnabel auf die übliche Verknüpfung von Genie und Wahnsinn verzichtet und viele Szenen aus van Goghs Sicht drehte.
Die Musik von Tatiana Lisovskaya folgt demselben Prinzip: minimalistisch, überwiegend Klavier solo, mit Vorliebe für Dissonanz.
Der Film greift zudem in eine offene Frage der Kunstgeschichte ein. Statt der Selbsttötung zeigt er eine andere Version von van Goghs Tod — und stellt zugleich die vielen nachträglichen psychiatrischen Diagnosen in Frage, die über ihn gestellt wurden.
Einordnung & Wirkung
In Venedig wurde Willem Dafoe 2018 als bester Schauspieler ausgezeichnet; es folgten der Satellite Award sowie Nominierungen für den Golden Globe und den Oscar als bester Hauptdarsteller.
Peter Bradshaw lobte im Guardian die wortlosen Passagen, in denen van Gogh fast betäubt durch die Landschaft schreitet, und hob hervor, dass der Film auf Dramatisierung verzichte.
David Rooney bemerkte im Hollywood Reporter, Dafoe erinnere mit zerklüfteten Zügen und durchdringenden blauen Augen unter einem zerbeulten Strohhut an van Goghs Selbstporträts — kritisierte aber, dass die außergewöhnlich schöpferische Phase mit rund 70 Gemälden zur Fußnote gerate.
Barbara Schweizerhof schrieb in epd Film von einem Porträt von ergreifender Traurigkeit, das zugleich die Kunst des gepeinigten Mannes feiere.
kinofenster.de empfahl den Film für höhere Jahrgangsstufen und den Kunstunterricht — besonders für den Vergleich von van Goghs impulsivem Malen vor dem Objekt mit Gauguins handwerklicherem Vorgehen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Willem Dafoe als Vincent van Gogh
- Rupert Friend als Theo van Gogh
- Oscar Isaac als Paul Gauguin
- Mads Mikkelsen als The Priest
- Mathieu Amalric als Dr. Paul Gachet
- Emmanuelle Seigner als Madame Ginoux
- Niels Arestrup als Madman
- Anne Consigny als Teacher
- Amira Casar als Johanna van Gogh-Bonger
- Vincent Perez als The Director
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