Saint Omer (2022)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alice Diop |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2022-11-23 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 823.074 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,2 (214 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Rama, eine Journalistin, arbeitet an einem Buch über den Medea-Stoff und ist selbst schwanger. Für ihre Recherche reist sie nach Saint Omer, um dem Gerichtsprozess gegen Laurence Coly zu folgen. Die junge Frau, aus Senegal stammend und Philosophiestudentin in Frankreich, hatte eine Schwangerschaft von einem älteren Franzosen verschwiegen, das Kind heimlich zur Welt gebracht und es am Strand zurückgelassen, wo es von der Flut erfasst wurde. Vor Gericht spricht Laurence von Verhexung und Verfluchung, ohne dass ihre Tat dadurch fassbarer würde. Während Rama den Aussagen zuhört, drängen sich ihr eigene, ungeklärte Fragen auf: um Herkunft, Erziehung und darum, ob sie selbst von ihrer Mutter geliebt und gewollt war.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt von Regisseurin Alice Diop und entstand 2022. In den Hauptrollen sind Kayije Kagame als Rama und Guslagie Malanda als Laurence Coly zu sehen, an ihrer Seite Aurélia Petit und Valérie Dréville. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Gerichtsdrama und Kriminalfall mit dem Medea-Motiv setzt die Geschichte in einen größeren Rahmen: Laurences Tat wird nicht als Einzelfall erzählt, sondern als etwas, das sich in ältere Erzählmuster von Mutterschaft, Schuld und Verlassenheit einschreibt. Dass die Handlung über weite Strecken im Gerichtssaal spielt und durch Ramas Blick gefiltert wird, verschiebt den Fokus von der reinen Tatfrage hin zu den Fragen, die der Prozess in einer Außenstehenden auslöst. Die Auswahl der Figuren – eine schwangere Beobachterin, eine angeklagte junge Mutter, weitere Frauenfiguren am Rand des Verfahrens – deutet auf ein Interesse an weiblichen Perspektiven auf Mutterschaft und Herkunft hin, weniger an einer klassischen Kriminalauflösung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,2 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl lässt sich der Film bislang nur vorsichtig einordnen; ein breites Meinungsbild hat sich offenbar noch nicht gefestigt. Seit dem Erscheinungsjahr 2022 sind einige Jahre vergangen, in denen der Titel im Feld zwischen Gerichtsdrama und Krimi eine eigene, eher introspektive Position einnimmt: Statt auf Spannung durch Tathergang setzt er auf die Verschränkung zweier Frauenleben und lässt offen, wie sich Schuld und Verstehen zueinander verhalten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Kayije Kagame als Rama
- Guslagie Malanda als Laurence Coly
- Aurélia Petit als Maître Vaudenay
- Valérie Dréville als La Présidente
- Xavier Maly als Luc Dumontet
- Robert Cantarella als Avocat général
- Salimata Kamate als Odile Diata
- Thomas De Pourquery als Adrien
- Adama Diallo Tamba als Seynabou
- Mariam Diop als Khady
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