Ryans Tochter (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Lean |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Historie, Drama |
| Laufzeit | 189 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-03-19 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 13.300.000 $ |
| Einspielergebnis | 30.800.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (183 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem irischen Küstendorf heiratet Rosy Ryan, Tochter eines Schankwirts, den örtlichen Lehrer, der ihr in aufrichtiger Zuneigung zugetan ist. Doch die Ehe bringt ihr nicht die Erfüllung, die sie sich erträumt hatte. Als ein junger Kommandeur des britischen Militärlagers in ihr Leben tritt, entwickelt sich eine Verbindung, die weit über eine private Angelegenheit hinausreicht: In einer Zeit, in der die Dorfbewohner gegen die britische Präsenz aufbegehren, gerät Rosy in den Verdacht, ihre Landsleute an die Besatzer verraten zu haben. Persönliches Verlangen und politische Loyalität geraten so unausweichlich in Konflikt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1970 unter der Regie von David Lean. In den Hauptrollen sind Robert Mitchum, Trevor Howard, Christopher Jones und John Mills zu sehen. Die Freigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Liebesfilm, historischem Drama und politischem Konflikt macht deutlich, dass hier eine private Geschichte bewusst in einen größeren gesellschaftlichen Rahmen gestellt wird. Die Ehe zwischen Rosy und dem Lehrer bildet den ruhigen Ausgangspunkt, von dem aus sich die Erzählung in Richtung Leidenschaft und Verrat bewegt. Dass die Handlung in einem irischen Dorf unter britischer Militärpräsenz verortet ist, gibt der Liebesgeschichte eine politische Dimension, die individuelle Entscheidungen zu Fragen von Loyalität und Verrat werden lässt. Die Besetzung mit vier männlichen Hauptdarstellern neben Rosy deutet an, dass ihr Umfeld – Ehemann, Vater, Militär – die Grenzen ihres Handlungsspielraums mitbestimmt und ihre Geschichte von mehreren Seiten gerahmt wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 aus einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld seines Genres, ohne dass sich daraus eine breite öffentliche Resonanz ablesen ließe. Seit der Entstehung 1970 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was den Film klar in eine frühere Epoche des historischen Liebesdramas einordnet, in der große Gefühlsgeschichten mit politischem Hintergrund verknüpft wurden. Innerhalb dieser Tradition steht er als Beispiel dafür, wie persönliche Konflikte und kollektive Auseinandersetzungen erzählerisch miteinander verwoben werden können, ohne dass eine der beiden Ebenen die andere verdrängt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robert Mitchum als Charles
- Trevor Howard als Father Collins
- Christopher Jones als Major Doryan
- John Mills als Michael
- Leo McKern als Thomas Ryan
- Sarah Miles als Rosy
- Barry Foster als Tim O'Leary
- Marie Kean als Mrs. McCardle
- Arthur O'Sullivan als Mr. McCardle
- Evin Crowley als Moureen
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Verfügbarkeit
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