Raum (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lenny Abrahamson |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-10-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 13.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 35.401.758 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (9.848 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jack ist fünf und lebt mit seiner Mutter in einem Raum von etwa neun Quadratmetern. Für ihn ist dieser Raum die Welt: Was im Fernsehen läuft, ist nicht echt, und außerhalb der Wände gibt es nur das All. Seine Mutter wurde mit siebzehn entführt und wird seit sieben Jahren in einem Gartenschuppen festgehalten.
Nach Jacks Geburtstag beschließt sie, ihm die Wahrheit zu sagen und einen Fluchtplan zu versuchen, der vollständig von einem Fünfjährigen abhängt. Der Film teilt sich anschließend in zwei Hälften: die Gefangenschaft und das, was danach kommt — und die zweite ist die schwierigere, weil die Rückkehr in ein Leben, das es nicht mehr gibt, niemanden vorbereitet.
Entstehungsgeschichte
Emma Donoghue veröffentlichte den Roman 2010; er ist vollständig aus Jacks Perspektive erzählt. Sie schrieb das Drehbuch selbst und behielt diese Erzählweise bei — der Film sieht die Gefangenschaft mit den Augen eines Kindes, das sie für normal hält.
Lenny Abrahamson bewarb sich mit einem zehnseitigen Brief um die Regie. Brie Larson bereitete sich mit einem Ernährungsberater und einem Trauma-Fachmann vor und verbrachte vor Drehbeginn mehrere Wochen mit Jacob Tremblay, damit die Vertrautheit zwischen beiden echt ist.
Hinter den Kulissen
Der Raum wurde als Kulisse in Originalgröße gebaut, mit abnehmbaren Wänden — Abrahamson bestand darauf, dass die Enge im Bild spürbar bleibt, weshalb überwiegend mit Weitwinkel aus kurzer Distanz gedreht wurde. Das Team probte vorab wochenlang im leeren Set, damit sich die Darsteller darin bewegen konnten, ohne nachzudenken.
Jacob Tremblay war beim Dreh acht Jahre alt. Die Produktion drehte in weitgehend chronologischer Reihenfolge und hielt ihn von den belastenden Zusammenhängen fern; die Szenen mit dem Entführer wurden so aufgelöst, dass er nie mit dem Darsteller in einer bedrohlichen Situation spielte.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 36 Millionen Dollar ein und gewann den Oscar für Brie Larson als beste Hauptdarstellerin; er war zusätzlich als bester Film nominiert.
Er wird regelmäßig als Beispiel dafür angeführt, wie ein Stoff, der auf realen Entführungsfällen aufbaut, ohne Sensationslust erzählt werden kann: Die Gewalt findet außerhalb des Bildes statt, und der Film interessiert sich nicht für den Täter. Bemerkenswert bleibt die Struktur, die die Befreiung in die Mitte legt statt ans Ende — die Aussage des Films liegt vollständig in dem, was danach kommt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Brie Larson als Ma
- Jacob Tremblay als Jack
- Joan Allen als Nancy
- Sean Bridgers als Old Nick
- Tom McCamus als Leo
- William H. Macy als Robert
- Cas Anvar als Dr. Mittal
- Amanda Brugel als Officer Parker
- Wendy Crewson als Talk Show Hostess
- Joe Pingue als Officer Grabowski
Weitere Filme von Lenny Abrahamson
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.