Queimada - Insel des Schreckens (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gillo Pontecorvo |
|---|---|
| Genre | Historie, Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 129 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-12-21 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (137 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Auf einer karibischen Insel unter spanischer Kolonialherrschaft taucht ein britischer Regierungsagent auf, der offiziell im Namen der Krone handelt, tatsächlich aber die Interessen des Zuckerrohrhandels verfolgt. Er schürt gezielt eine Revolution gegen die spanischen Kolonialherren, indem er einen einheimischen Anführer zur Ermordung des Gouverneurs bewegt. Dieser Mann wird von seinem Volk als Befreier gefeiert, verweigert aber selbst die Regierungsmacht und überlässt sie einem Strohmann der Briten. Aus dem gefeierten Retter wird so, kaum dass die Revolution gelungen ist, in den Augen vieler ein Verräter. Zehn Jahre später bricht erneut ein Aufstand aus, diesmal gegen die englische Besatzung selbst.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1969 unter der Regie von Gillo Pontecorvo. In den Hauptrollen sind Marlon Brando, Evaristo Márquez, Renato Salvatori und Dana Ghia zu sehen. Die Freigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Historiendrama und Kriegsfilm zeigt sich schon in der Anlage der Handlung: Statt eines einzelnen Konflikts erzählt die Geschichte zwei zeitlich getrennte Aufstände, die denselben Schauplatz und dieselbe koloniale Grundkonstellation teilen. Dass ein Agent im Auftrag wirtschaftlicher Interessen eine Revolution anstößt, verschiebt den Blick weg vom heroischen Freiheitskampf hin zu den ökonomischen Mechanismen dahinter. Die Figur des einheimischen Anführers, der zunächst als Befreier gilt und dann als Verräter markiert wird, macht deutlich, dass es hier weniger um einzelne Helden als um die Logik von Fremdherrschaft und Ausbeutung geht, die sich unter wechselnden Vorzeichen wiederholt.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,8 von 10 Punkten bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden, aber nicht überragenden Bereich seiner Bewertungen. Seit der Entstehung sind mittlerweile 56 Jahre vergangen, was den Stoff deutlich als Werk seiner Zeit ausweist, ohne dass sich daraus etwas über seine heutige Wahrnehmung ableiten ließe. Innerhalb der Kombination aus Historie, Drama und Kriegsfilm nimmt er mit seinem Fokus auf koloniale Machtmechanismen statt auf reine Kampfhandlungen eine eigene Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marlon Brando als Sir William Walker
- Evaristo Márquez als José Dolores
- Renato Salvatori als Teddy Sanchez
- Dana Ghia als Francesca
- Valeria Ferran Wanani als Guarina
- Giampiero Albertini als Henry Thompson
- Norman Hill als Shelton
- Thomas Lyons als Gen. Alonso Prada
- Carlo Palmucci als Jack
- Enrico Cesaretti
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Verfügbarkeit
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