Schlacht um Algier (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gillo Pontecorvo |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm, Historie |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-09-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 800.000 $ |
| Einspielergebnis | 964.028 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (928 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film vergegenwärtigt die Schlüsselmomente des algerischen Kampfes um Unabhängigkeit von der französischen Besatzung in den 1950er Jahren. Er tut das glaubwürdig und ohne eine der beteiligten Seiten zu schonen.
Die Gewalt eskaliert auf beiden Seiten. Soldaten werden von Kindern erschossen, Frauen zünden Bomben in Cafés, und französische Soldaten greifen zur Folter, um den Willen der Aufständischen zu brechen. Im dokumentarischen Stil in den Straßen von Algier aufgenommen, ist das Ergebnis weniger eine Heldengeschichte als eine Studie moderner Kriegsführung — mit terroristischen Anschlägen auf der einen und den brutalen Techniken ihrer Bekämpfung auf der anderen Seite.
Entstehungsgeschichte
Gillo Pontecorvo hat den Film inszeniert, der 1966 erschien; im Englischen trägt er den Titel „The Battle of Algiers“. Zur Besetzung gehören Brahim Hadjadj, Mohamed Ben Kassen, Saadi Yacef und Fouzia El Kader. Die Freigabe liegt bei 16 Jahren, was der Härte des Dargestellten entspricht.
Hinter den Kulissen
Drama, Kriegsfilm und Historie greifen ineinander, und die Motive benennen den Gegenstand ohne Beschönigung: Revolution, Widerstandskämpfer, französischer Kolonialismus, Algerienkrieg. Entscheidend ist die gewählte Erzählform. Der dokumentarische Zugriff verzichtet auf die Mittel, mit denen ein Kriegsfilm sonst Partei ergreift — keine Zuspitzung auf eine einzelne Hauptfigur, kein Ausblenden dessen, was die eigene Seite tut.
Genau daraus entsteht die Wirkung. Wenn Anschläge und Folter mit demselben nüchternen Blick gezeigt werden, muss das Publikum die Einordnung selbst leisten. Die Besetzung mit vier Namen ohne herausgehobene Hauptrolle passt zu dieser Anlage: Erzählt wird ein Vorgang, nicht ein Schicksal.
Einordnung & Wirkung
Aus einigen hundert abgegebenen Stimmen ergibt sich eine Durchschnittsbewertung von 7,9 von 10 — ein hoher Wert, auch wenn die Zahl der Rückmeldungen überschaubar bleibt. Sechzig Jahre nach dem Erscheinen liegt der dargestellte Konflikt selbst historisch weit zurück, und der Film ist damit zugleich Darstellung und Dokument seiner eigenen Entstehungszeit. Innerhalb des Kriegsfilms bleibt er ein Sonderfall, weil er auf Heldenerzählung verzichtet und den Konflikt als Abfolge von Handlungen und Gegenhandlungen darstellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Brahim Hadjadj als Ali La Pointe
- Mohamed Ben Kassen als Petit Omar
- Yacef Saâdi als El-Hadi Jaffar
- Fouzia El Kader als Halima
- Hadj Smaine Mohamed Seghir
- Larbi Zekkal als Combattant FLN
- Rouiched als The Drunk Man (uncredited)
- Noureddine Brahimi als Responsable FLN
- Si Mohamed Baghdadi als Larbi Ben M'hidi
- Abderrahmane Brahimi als Le Marié de la Casbah
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Verfügbarkeit
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