Psycho (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alfred Hitchcock |
|---|---|
| Genre | Horror, Thriller, Mystery |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-06-22 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 806.947 $ |
| Einspielergebnis | 50.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (11.259 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Marion Crane arbeitet in einem Immobilienbüro in Phoenix und unterschlägt vierzigtausend Dollar, die ein Kunde bar auf den Tisch gelegt hat. Sie fährt los, um damit zu ihrem Freund zu gelangen, gerät in ein Unwetter und übernachtet in einem abgelegenen Motel an einer stillgelegten Landstraße.
Der Betreiber Norman Bates lebt mit seiner Mutter im Haus oberhalb, kümmert sich um zwölf Zimmer, von denen keines belegt ist, und präpariert Vögel. Der Film verbringt fast die Hälfte seiner Laufzeit mit Marion, bevor er sie tötet und die Perspektive wechselt — zu ihrer Schwester und einem Privatdetektiv, die nach ihr suchen.
Entstehungsgeschichte
Robert Blochs Roman von 1959 war lose von einem realen Fall angeregt. Alfred Hitchcock erwarb die Rechte anonym über einen Mittelsmann und ließ anschließend so viele Exemplare wie möglich aufkaufen, damit die Handlung unbekannt blieb.
Paramount lehnte die Finanzierung ab und hielt den Stoff für zu abstoßend. Hitchcock drehte den Film daraufhin mit dem Team seiner Fernsehserie, in Schwarzweiß und mit einem Budget von rund 800.000 Dollar; er verzichtete auf seine Gage und ließ sich stattdessen mit sechzig Prozent der Rechte beteiligen — die folgenreichste Entscheidung seiner Laufbahn.
Hinter den Kulissen
Die Duschszene besteht aus rund fünfzig Einstellungen in etwa fünfundvierzig Sekunden und brauchte sieben Drehtage. Das Messer trifft an keiner Stelle sichtbar den Körper; die Wirkung entsteht vollständig über Montage, Schnittgeschwindigkeit und Bernard Herrmanns Streicher — die Hitchcock ursprünglich nicht wollte, weil er die Szene ohne Musik geplant hatte. Nach dem Hören der Aufnahme verdoppelte er Herrmanns Gage.
Für das Blut verwendete das Team Schokoladensirup, der in Schwarzweiß besser aussah. Hitchcock ließ zudem eine Vermarktung durchsetzen, die es zuvor nicht gab: Kinos durften niemanden mehr nach Filmbeginn einlassen — eine Regel, die sich anschließend allgemein durchsetzte.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 50 Millionen Dollar ein, ein Vielfaches seiner Kosten, und war für vier Oscars nominiert. Die zeitgenössische Kritik reagierte teils empört; die Zuschauerreaktionen in den Vorführungen waren beispiellos laut.
Er veränderte mehrere Regeln zugleich: Die Hauptdarstellerin stirbt nach vierzig Minuten, die Kamera zeigt zum ersten Mal in einem amerikanischen Film eine Toilettenspülung, und die Gewalt findet in einer alltäglichen Umgebung statt statt in einem Schloss. Der moderne Horrorfilm und das Slasher-Genre führen unmittelbar hierher zurück. Das Bates-Haus steht bis heute auf dem Studiogelände in Universal City.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anthony Perkins als Norman Bates
- Janet Leigh als Marion Crane
- Vera Miles als Lila Crane
- John Gavin als Sam Loomis
- Martin Balsam als Milton Arbogast
- John McIntire als Al Chambers
- Simon Oakland als Fred Richman
- Frank Albertson als Tom Cassidy
- Patricia Hitchcock als Caroline
- Vaughn Taylor als George Lowery
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