Paradies: Liebe (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ulrich Seidl |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-04-27 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 3.600.000 $ |
| Einspielergebnis | 24.267 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (234 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Teresa, eine alleinstehende Frau mittleren Alters aus Österreich, verbringt einen Strandurlaub in Kenia. Sie hat sich Erholung und vielleicht ein wenig Zuwendung erhofft, doch schnell sieht sie sich umgeben von jungen Männern am Strand, die ihr Waren, Ausflüge und sich selbst anbieten. Zwischen Teresa und diesen Männern entsteht ein Geflecht aus Nähe, Berechnung und Abhängigkeit, in dem sich nicht eindeutig sagen lässt, wer wen benutzt. Der Film hält offen, was Teresa erwartet hatte, und verzichtet darauf, die Situation moralisch aufzulösen.
Entstehungsgeschichte
Ulrich Seidl inszenierte "Paradies: Liebe" im Jahr 2012 als Drama, das ab 16 Jahren freigegeben ist. In den zentralen Rollen sind Margarethe Tiesel, Peter Kazungu, Inge Maux und Dunja Sowinetz zu sehen. Der Titel bildet den ersten Teil einer Trilogie, der die Filme "Paradies: Glaube" und "Paradies: Hoffnung" folgen.
Hinter den Kulissen
Schon die Anlage der Geschichte macht deutlich, dass es Seidl nicht um eine klare Verteilung von Schuld geht. Teresa und die Männer am Strand stehen sich in einem Verhältnis gegenüber, das von wirtschaftlicher Ungleichheit ebenso geprägt ist wie von persönlichem Verlangen, und der Film weigert sich, daraus eine einfache Opfer-Täter-Erzählung zu machen. Dass die Geschichte Teil einer Trilogie ist, deren weitere Titel mit "Glaube" und "Hoffnung" benannt sind, deutet darauf hin, dass "Liebe" hier als eine von mehreren großen menschlichen Sehnsüchten verhandelt wird, denen Seidl in unterschiedlichen Konstellationen nachgeht. Die Beschränkung auf eine einzelne Urlaubssituation erlaubt einen genauen Blick auf die Mechanismen zwischenmenschlicher Transaktionen, ohne dass der Film sich auf eine größere Handlung oder viele Nebenstränge einlässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,7 bei einer noch vergleichsweise kleinen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld dramatischer Werke, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen ließe. Seit dem Erscheinen 2012 sind mittlerweile über ein Jahrzehnt vergangen, in dem der Film als erster Teil einer thematisch verbundenen Trilogie seinen Platz behalten hat. Innerhalb des Dramagenres sticht "Paradies: Liebe" durch seine Weigerung heraus, seine Figuren eindeutig zu bewerten, und positioniert sich damit als ein Werk, das genaue Beobachtung über klare moralische Urteile stellt.
Bilder



Besetzung & Stab
- Margarethe Tiesel als Teresa
- Peter Kazungu als Munga
- Inge Maux als Inge
- Dunja Sowinetz als Tourist
- Helen Brugat als Tourist
- Carlos Mkutano als Salama
- Gabriel Mwarua als Mohammed
- Josphat Hamisi als Josphat
- Anderson Mutisya als Stripper
- Maria Hofstätter als Anna Maria
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Verfügbarkeit
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