Hundstage (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ulrich Seidl |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-09-03 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 545.527 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (107 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
An einem der heißesten Tage des Jahres liegt die Hitze über der Peripherie Wiens wie ein Deckel. Zwischen Autobahn und Einkaufszentren, in gesichtslosen Fertighaussiedlungen, verbringen die Bewohner ihre Zeit im Nichtstun. Man liegt in Unterwäsche oder Bikini auf dem heißen Asphalt, die Langeweile lähmt jede Bewegung. Unter der Oberflächenruhe der Vorstadt baut sich eine Spannung auf, die sich in Musik und Spielen, in Sex und schließlich in Gewalt entlädt. Es sind Tage, an denen die Sehnsucht nach Liebe abstumpft, an denen Zuneigung verloren geht und selbst die Hoffnung, sie wiederzufinden, zu verdunsten scheint.
Entstehungsgeschichte
"Hundstage" entstand im Jahr 2001 unter der Regie von Ulrich Seidl. Zur Besetzung zählen Maria Hofstätter, Alfred Mrva, Franziska Weisz und Christine Jirku. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Der Titel bezieht sich auf jene Wochen des europäischen Sommers, in denen die Hitze am unerträglichsten wird und die Nächte kaum Abkühlung bringen. Diese meteorologische Rahmung ist zugleich Stimmungsbild: Die Kombination aus Drama und Komödie erlaubt es, das Absurde im Alltäglichen sichtbar zu machen, ohne die Härte der gezeigten Situationen zu glätten. Die dokumentarisch anmutende Erzählweise verzichtet auf eine zentrale Hauptfigur und reiht stattdessen mehrere Schicksale nebeneinander, die sich in derselben Siedlung, unter derselben Sonne, kreuzen. Dass Gewalt und Zärtlichkeit, Komik und Bedrohung so nah beieinanderliegen, ergibt sich unmittelbar aus dieser erzählerischen Anlage, die auf Beobachtung statt auf Zuspitzung setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem Bereich, der auf ein interessiertes, aber zahlenmäßig begrenztes Publikum hindeutet. Seit dem Erscheinungsjahr 2001 sind mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, ohne dass sich an der Grundanlage des Films – seiner unbequemen Mischung aus Alltagsbeobachtung und schwarzem Humor – etwas geändert hätte. Innerhalb des Genres steht er für eine Spielart des Dramas, die sich bewusst gegen glatte Erzählmuster stellt und Komödie als Werkzeug der Verstörung einsetzt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Maria Hofstätter als Die Anhalterin
- Alfred Mrva als Der Mann für die Sicherheit
- Franziska Weisz als Die Freundin des Opel-Freaks
- Christine Jirku als Lehrerin und Geliebte von Vikerl
- Viktor Hennemann als Vikerl
- Georg Friedrich als Angetrunkener Freund von Vikerl
- Claudia Martini als Die geschiedene Frau und Freundin des Masseurs
- Victor Rathbone als Der geschiedene Mann
- Gerti Lehner als Haushälterin des Alten Mannes
- Erich Finsches als Alter Mann
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Verfügbarkeit
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