Pans Labyrinth (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Guillermo del Toro |
|---|---|
| Genre | Fantasy, Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-10-11 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 19.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 83.258.226 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (11.741 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Spanien 1944, fünf Jahre nach dem Bürgerkrieg. Die schwangere Carmen zieht mit ihrer Tochter Ofelia zu ihrem neuen Mann, dem Hauptmann Vidal, der in den Bergen eine Einheit gegen versprengte Widerstandskämpfer führt. Vidal interessiert sich ausschließlich für den Sohn, den er erwartet.
Ofelia findet neben dem Anwesen ein Labyrinth, in dem ein Faun ihr erklärt, sie sei die verschollene Prinzessin eines unterirdischen Reiches. Um zurückzukehren, muss sie drei Aufgaben erfüllen. Der Film führt beide Ebenen parallel und lässt offen, ob die Fantasiewelt existiert — die Grausamkeit der realen ist in keinem Fall geringer.
Entstehungsgeschichte
Guillermo del Toro trug Notizen zu dem Stoff über Jahre in einem Skizzenbuch zusammen, das er einmal in einem Taxi liegen ließ und zurückerhielt. Der Film ist als thematisches Gegenstück zu seinem früheren "Das Rückgrat des Teufels" angelegt, der ebenfalls im Spanischen Bürgerkrieg spielt.
Del Toro verzichtete auf seine Gage, um die künstlerische Kontrolle zu behalten, nachdem die Finanzierung schwierig wurde. Das Budget lag bei rund neunzehn Millionen Dollar — für die Bildwelt des Films ein außergewöhnlich geringer Betrag.
Hinter den Kulissen
Faun und Blasser Mann wurden beide von Doug Jones gespielt, in aufwendigen Ganzkörperkostümen mit funkgesteuerten Gesichtselementen. Jones spricht kein Spanisch und lernte seinen gesamten Text phonetisch; die Stimme wurde anschließend von einem spanischen Darsteller ersetzt.
Der Blasse Mann, dessen Augen in den Handflächen sitzen, ist del Toros bekannteste Erfindung; das Design entstand aus der Vorstellung eines Wesens, dessen Haut ihm zu groß geworden ist. Die Farbdramaturgie trennt die Ebenen: Die reale Welt ist blaugrau und kalt, die Fantasiewelt golden und warm — bis beide sich am Ende angleichen.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann drei Oscars — für Kamera, Szenenbild und Maske — und war in sechs Kategorien nominiert, darunter als bester fremdsprachiger Film. Weltweit spielte er rund 84 Millionen Dollar ein.
Er gilt als del Toros bestes Werk und als seltenes Beispiel für einen Film, der Märchenmotive nicht als Verzierung, sondern als Erkenntnisform einsetzt. Seine Deutung bleibt offen und wird seither in beide Richtungen vertreten: als Geschichte über ein Kind, das tatsächlich in ein anderes Reich zurückkehrt, oder als Darstellung dessen, was ein Kind sich baut, wenn es die Wirklichkeit nicht aushält.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ivana Baquero als Ofelia
- Sergi López als Capitán Vidal
- Maribel Verdú als Mercedes
- Doug Jones als Fauno / Pale Man
- Ariadna Gil als Carmen
- Álex Angulo als Dr. Ferreiro
- Roger Casamajor als Pedro
- Manolo Solo als Garcés
- César Vea als Serrano
- Ivan Massagué als El Tarta
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Verfügbarkeit
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