Pa Negre (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Agustí Villaronga |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-10-10 |
| Budget | 6.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 3.770.657 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (127 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im katalanischen Hinterland, kurz nach dem Bürgerkrieg, stößt der Junge Andreu im Wald auf die Leichen eines Mannes und seines Sohnes. Die Verhältnisse sind ärmlich, die politischen Fronten frisch, und schnell soll Andreus Vater für die Tode verantwortlich gemacht werden, weil er zu den Verlierern des Krieges gehört. Andreu beginnt, selbst nach der Wahrheit zu suchen, um seinen Vater zu entlasten. Dabei gerät er zwischen die Lügen der Erwachsenen und muss lernen, sich in einer Welt zurechtzufinden, in der Loyalität, Herkunft und nacktes Überleben ständig gegeneinander stehen. Die Suche verändert ihn: Um durchzukommen, wendet er sich von den eigenen Wurzeln ab und stellt sich am Ende einer Seite in sich selbst, die er lieber nicht gekannt hätte.
Entstehungsgeschichte
"Pa Negre" entstand 2010 unter der Regie von Agustí Villaronga. In den Hauptrollen sind Francesc Colomer, Marina Comas, Nora Navas und Roger Casamajor zu sehen. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Krimi und Drama passt zu einer Geschichte, die einen Todesfall als Ausgangspunkt nimmt, aber nicht auf dessen Aufklärung als Selbstzweck zielt. Die Ermittlung ist Vehikel, um einen Nachkriegsalltag zu zeigen, in dem Schuld, Armut und politische Zugehörigkeit ineinandergreifen. Dass die Erzählung aus der Perspektive eines Kindes läuft, verschärft den Kontrast zwischen kindlichem Gerechtigkeitssinn und der moralischen Kompromittiertheit der Erwachsenenwelt. Der Hinweis, dass Andreu am Ende "den Monster in sich" entdeckt, deutet an, dass der Film keine klare Trennung zwischen Opfern und Tätern zulässt, sondern zeigt, wie sich Überlebensdruck in Charakter übersetzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen lässt. Seit der Entstehung 2010 sind inzwischen 15 Jahre vergangen, der Stoff bleibt aber durch seine Verankerung in einer konkreten Nachkriegssituation zeitlich klar verortet. Innerhalb der Kombination aus Krimi und Drama zählt er zu jenen Werken, die das Genre nutzen, um eine gesellschaftliche und moralische Lage zu untersuchen, statt auf klassische Spannungsdramaturgie zu setzen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Francesc Colomer als Andreu
- Marina Comas als Núria
- Nora Navas als Florència
- Roger Casamajor als Farriol
- Lluïsa Castell als Ció
- Mercé Arànega als Sra. Manubens
- Marina Gatell als Enriqueta
- Elisa Crehuet als Àvia
- Lázaro Mur als Tísic
- Jordi Pla als Quirze
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Verfügbarkeit
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