Omar - Ein Justizskandal (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roschdy Zem |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 85 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-06-21 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (154 Stimmen) |
Worum es geht
Im Sommer 1991 wird Ghislaine Marchal tot in ihrem Haus in Mougins aufgefunden, an der Wand eine mit ihrem eigenen Blut geschriebene Botschaft: "Omar hat mich getötet". Ohne handfeste Beweise wird ihr marokkanischer Gärtner Omar Raddad zu 18 Jahren Haft verurteilt. Der Journalist Pierre-Emmanuel Vaugrenard ist von dem Fall erschüttert und von Omars Unschuld überzeugt. Er zieht nach Nizza, um den Fall auf eigene Faust zu untersuchen und der Wahrheit näherzukommen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2011, Regie führte Roschdy Zem. In den Hauptrollen sind Sami Bouajila, Maurice Bénichou, Denis Podalydès und Salomé Stévenin zu sehen. Er basiert auf einer wahren Begebenheit.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Thriller passt zu einem Stoff, der sich um ein reales Justizverfahren dreht: Statt auf Spannungseffekte setzt die Erzählung auf die Rekonstruktion eines Falls, dessen Ausgang von Anfang an feststeht, während die eigentliche Frage - was tatsächlich geschah und wie es zur Verurteilung kam - im Zentrum bleibt. Dass ein Journalist als Figur eingeführt wird, der sich aktiv auf die Suche nach der Wahrheit macht, verweist auf die dokumentarische Anlage des Stoffs: Der Film interessiert sich weniger für ein einzelnes Verbrechen als für den Prozess, in dem aus Indizien ein Urteil wird. Die Besetzung mit Sami Bouajila in der Rolle des Verurteilten und einem Ensemble aus französischen Charakterdarstellern deutet auf ein Kammerspiel hin, das juristische und gesellschaftliche Mechanismen ausleuchtet, statt auf äußere Action zu setzen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im Mittelfeld dessen, was True-Crime-Dramen dieser Art gemeinhin erreichen. Die geringe Zahl abgegebener Stimmen deutet darauf hin, dass der Titel außerhalb Frankreichs bislang kaum breite Aufmerksamkeit gefunden hat. Seit dem Erscheinen sind mittlerweile über ein Jahrzehnt vergangen, ohne dass sich an der Grundproblematik - der Frage nach einem möglichen Justizirrtum - aus der Beschreibung etwas geändert hätte. Innerhalb des Genres reiht sich der Film in jene Werke ein, die sich weniger für die Auflösung eines Kriminalfalls interessieren als für die Mechanismen, die zu einem Urteil führen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Sami Bouajila als Omar Raddad
- Maurice Bénichou als Maître Jacques Vergès
- Denis Podalydès als Pierre-Emmanuel Vaugrenard
- Salomé Stévenin als Maud
- Nozha Khouadra als Latifa Raddad
- Afida Tahri als Latifa's mother
- Yanis Abdellaoui als Karim as a child
- Ayoub El Mahlili als Karim s a young boy
- Martial Rivol als President Djian
- Lounès Tazairt als Mr. Sheriff
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Verfügbarkeit
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