O Lucky Man! (1973)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lindsay Anderson |
|---|---|
| Genre | Komödie, Musik, Fantasy, Drama |
| Laufzeit | 184 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1973-03-25 |
| Budget | 2.500.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (120 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein junger Kaffee-Verkäufer, naiv und voller Zuversicht, macht sich auf eine Reise durch England. Unterwegs gerät er in immer neue Stationen einer Karriere, die ihn mal in die Höhe trägt, mal zum Spielball von Korruption und Ausbeutung macht. Die Geschichte ist als Parabel angelegt: Was wie eine Aufstiegserzählung beginnt, entpuppt sich als Weg durch eine Gesellschaft, deren Mechanismen der junge Mann erst nach und nach durchschaut. Am Ende steht keine triumphale Erkenntnis, sondern eine resignierende Einsicht in die Verhältnisse, die ihn geprägt haben.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1973 unter der Regie von Lindsay Anderson. In den Hauptrollen sind Malcolm McDowell, Ralph Richardson, Rachel Roberts und Arthur Lowe zu sehen. Es handelt sich um eine Kombination aus Komödie, Musik, Fantasy und Drama.
Hinter den Kulissen
Schon die Genremischung verrät, dass hier kein geradliniges Gesellschaftsdrama vorliegt: Komödie und Fantasy-Elemente brechen die ernsten, dramatischen Untertöne der Geschichte auf und verhindern, dass die Satire moralisierend wird. Die Anlage als Stationen-Erzählung – der Held durchläuft verschiedene Etappen wie in einer Fabel – erlaubt es, unterschiedliche gesellschaftliche Milieus und Machtverhältnisse nacheinander vorzuführen, ohne sich auf einen einzigen Schauplatz oder Konflikt festzulegen. Dass die Handlung ausdrücklich als Parabel beschrieben wird, deutet darauf hin, dass die Figuren und Ereignisse weniger realistisch als exemplarisch zu verstehen sind: Der naive Verkäufer steht stellvertretend für den Einzelnen, der sich in einem System aus Korruption und Ausbeutung zurechtfinden muss. Die Musik als Genrebestandteil legt nahe, dass die Erzählung immer wieder durch songartige oder performative Elemente unterbrochen wird, die die Distanz zur nüchternen Realität zusätzlich betonen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich – ein Ergebnis, das zu einem Werk passt, das eher ein spezielles Publikum anspricht als ein breites. Seit der Entstehung 1973 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, in denen sich gesellschaftskritische Satiren dieser Art im Genre-Kontext von Drama und Komödie weiterentwickelt haben. Als bissige, geistreiche Auseinandersetzung mit menschlicher Torheit bleibt der Film ein Beispiel dafür, wie sich Gesellschaftskritik mit fantastischen und musikalischen Mitteln verbinden lässt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Malcolm McDowell als Michael Arnold Travis / Plantation Thief
- Ralph Richardson als Sir James Burgess / Monty
- Rachel Roberts als Gloria Rowe / Madame Paillard / Mrs. Richards
- Arthur Lowe als Mr. Duff / Charlie Johnson / Dr. Munda
- Helen Mirren als Patricia / Casting Assistant
- Graham Crowden als Stewart / Prof. Millar / Meths Drinker
- Peter Jeffrey als Factory Chairman / Prison Governor
- Dandy Nichols als Tea Lady / Neighbour
- Mona Washbourne als Neighbour / Usher / Sister Hallett
- Philip Stone als Jenkins / Interrogator / Salvation Army Major
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