Ralph Richardson
Werdegang
Sir Ralph David Richardson wurde am 19. Dezember 1902 in Cheltenham, England, geboren und starb am 10. Oktober 1983 in London. Er war ein britischer Theater- und Filmschauspieler und zählte neben Laurence Olivier und John Gielgud zu den führenden britischen Charakterdarstellern seiner Generation, insbesondere in Shakespeare-Stücken. Ab 1933 war er auch im Filmgeschäft tätig und wirkte während seiner fünf Jahrzehnte umfassenden Kinokarriere in über 60 Filmen mit, meist in profilierten Nebenrollen. Bis 1944 leistete er Armeedienst, wurde dafür aber gelegentlich für Filmaufnahmen freigestellt. Nach dem Krieg lief seine Filmarbeit neben seiner hauptsächlichen Theatertätigkeit weiter. Er wurde zweimal für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert, unter anderem posthum für seine Rolle in „Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen" (1984). Bei den Filmfestspielen von Cannes 1962 wurde er als bester Schauspieler ausgezeichnet. 1951 führte er einmalig Regie bei „Home at Seven".
Filmografie bei uns
Bei uns ist Richardson mit zehn Filmen als Schauspieler vertreten, Serien sind nicht darunter. Die Titel decken den Zeitraum von 1936 bis 1984 ab, also 48 Jahre und damit einen Großteil seiner Karriere. Das Genrespektrum reicht von Drama, Historie und Kriegsfilm über Abenteuer und Thriller bis zu Komödie, Musik, Fantasy und Science-Fiction, was auf ein breites darstellerisches Spektrum hindeutet. Der älteste Titel, „Was kommen wird", erschien 34 Jahre nach seiner Geburt, der jüngste, „Greystoke", 82 Jahre danach und posthum.
Einordnung
Die zehn Titel erreichen bei uns Bewertungen zwischen 6,3 und 7,8 von 10, im Schnitt 6,8 von 10. Am besten bewertet ist „Die Erbin" (1949) mit 7,8, gefolgt von „Kleines Herz in Not" (1948) mit 7,2 und „Vier Federn" (1939) mit 7,1. Die übrigen Titel liegen mit Werten zwischen 6,3 und 6,7 enger beieinander. Über die gesamte Spanne von 48 Jahren zeigt sich damit eine insgesamt gleichmäßig solide Bewertung ohne größere Ausreißer nach unten.