Napola - Elite für den Führer (2004)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Dennis Gansel |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2004-07-04 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 4.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 3.764.219 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (379 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Deutschland im Jahr 1942: Friedrich ist 17 Jahre alt, stammt aus dem Arbeitermilieu und hat Talent als Boxer. Bei einem seiner Kämpfe fällt er einem Ausbilder der Napola Allenstein auf, der ihm einen Platz an der Eliteschule anbietet. Die Anstalt dient als Kaderschmiede für das künftige Großdeutsche Reich, und für Friedrich scheint sich damit die große Chance seines Lebens aufzutun. Er sagt sofort zu, obwohl sein Vater strikt dagegen ist.
In Allenstein ist Friedrich zunächst begeistert von der Kameradschaft unter den Schülern. Er freundet sich schnell mit Albrecht an, dem sensiblen Sohn eines Gauleiters. Dann werden die Jungen zu einem Einsatz gegen eine Gruppe entflohener russischer Kriegsgefangener herangezogen, und Friedrich beginnt, an der nationalsozialistischen Ideologie zu zweifeln.
Entstehungsgeschichte
Unter der Regie von Dennis Gansel entstand das Drama im Jahr 2004. Max Riemelt, Tom Schilling, Devid Striesow und Joachim Bißmeier gehören zur Besetzung. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama angelegt, verzichtet der Film auf eine Genremischung und konzentriert sich ganz auf seine Figuren und deren innere Entwicklung. Die Geschichte erzählt vom Nationalsozialismus aus der Perspektive eines Jugendlichen, der zunächst nicht Opfer, sondern Aufsteiger ist. Gerade das macht die Anlage aufschlussreich: Friedrich sieht in der Eliteschule keine Ideologie, sondern eine Möglichkeit, seinem Herkunftsmilieu zu entkommen.
Die Figurenkonstellation schärft diesen Blick. Friedrich, der Boxer aus einfachen Verhältnissen, und Albrecht, der sensible Sohn aus der Führungsschicht, stehen für unterschiedliche Wege in dasselbe System. Die Begeisterung für Kameradschaft zeigt, wie Gemeinschaftsgefühl junge Menschen binden kann. Der Einsatz gegen die geflohenen Kriegsgefangenen markiert dann den Punkt, an dem das Versprechen der Schule mit der Wirklichkeit der Ideologie zusammenstößt. Der Film behandelt damit Verführbarkeit und Gewissen und zeigt, wie Zweifel dort entstehen, wo Gehorsam erwartet wird.
Einordnung & Wirkung
7,1 von 10 ist eine klar positive Bewertung, auch wenn sie auf erst wenigen hundert Stimmen beruht. Das Publikum nimmt das Drama offenkundig ernst und würdigt seinen Zugang. 22 Jahre nach dem Erscheinen steht der Film im Kreis deutscher Dramen, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen, und wählt dafür den Blickwinkel einer Jugend, die für das System gewonnen werden sollte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Max Riemelt als Friedrich Weimer
- Tom Schilling als Albrecht Stein
- Devid Striesow als Heinrich Vogler
- Joachim Bißmeier als Karl Klein
- Justus von Dohnányi als Heinrich Stein
- Michael Schenk als Josef Peiner
- Florian Stetter als Justus von Jaucher
- Alexander Held als Friedrich's Father
- Sissy Höfferer als Friedrich's Mother
- Jonas Jägermeyr als Christoph Schneider
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Verfügbarkeit
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