Muriel oder Die Zeit der Wiederkehr (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alain Resnais |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-10-01 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (198 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In der Hafenstadt Boulogne führt Hélène ein Geschäft für antike Möbel. Bei ihr lebt ihr Stiefsohn Bernard, gerade zurückgekehrt vom Militärdienst in Algier. Als Alphonse, ein früherer Liebhaber Hélènes, mit seiner Nichte Françoise zu Besuch kommt, geraten alte Verbindungen wieder in Bewegung. Auch Alphonse war in Algier, wo er ein Café betrieben hat. Bernard spricht von seiner Verlobten Muriel, die Hélène nie kennengelernt hat und die im Verlauf der Geschichte nie wirklich greifbar wird. Schuld, Missverständnisse und vertane Gelegenheiten legen sich über die Erinnerungen der Figuren. Nichts ist so, wie es zunächst scheint, und während Hélène und Alphonse versuchen, an etwas Vergangenes anzuknüpfen, deutet die Unruhe unter allen Beteiligten an, dass die Geschichte kein rundes Ende nehmen wird.
Entstehungsgeschichte
„Muriel oder Die Zeit der Wiederkehr“ entstand 1963 unter der Regie von Alain Resnais. In den Hauptrollen sind Delphine Seyrig, Jean-Pierre Kérien, Jean-Baptiste Thiérrée und Nita Klein zu sehen. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Konzentration auf eine einzige Genrebezeichnung, Drama, verweist auf eine Erzählung, die ihre Spannung nicht aus äußerer Handlung, sondern aus dem inneren Zustand der Figuren bezieht. Dass ausgerechnet die Titelfigur Muriel im Geschehen nie direkt auftritt, sondern nur durch die Erzählungen Bernards existiert, macht sie zu einer Leerstelle, um die sich Erinnerung, Schuld und Verdrängung ordnen. Die Rückkehr mehrerer Figuren aus Algier bildet einen gemeinsamen, unausgesprochenen Hintergrund, vor dem private Beziehungen verhandelt werden. Die Konstellation aus Wiedersehen, ungeklärter Vergangenheit und einer geplanten, aber unsicheren Erneuerung der alten Beziehung zwischen Hélène und Alphonse trägt die gesamte Struktur der Geschichte, ohne dass klar wird, wie tragfähig dieser Versuch ist.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich – ein Hinweis darauf, dass er ein eher spezielles Publikum findet. Seit seiner Entstehung 1963 sind über sechs Jahrzehnte vergangen, was den Film in die frühen 1960er-Jahre des europäischen Autorenkinos einordnet. Innerhalb des Dramas steht er für eine Erzählweise, die auf Verunsicherung und Andeutung statt auf klare Auflösung setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Delphine Seyrig als Hélène Aughain
- Jean-Pierre Kérien als Alphonse Noyard
- Jean-Baptiste Thiérrée als Bernard Aughain
- Nita Klein als Françoise
- Claude Sainval als Roland de Smoke
- Laurence Badie als Claudie
- Martine Vatel als Marie-Dominique, aka Marie-Do
- Philippe Laudenbach als Robert
- Jean Champion als Ernest
- Jean Dasté als L'homme à la chèvre / The Goat Man
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Verfügbarkeit
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