Letztes Jahr in Marienbad (1961)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alain Resnais |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1961-09-29 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (555 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Barockschloss, eine Gesellschaft, ein Mann und eine Frau. Der Mann behauptet, die Frau vor einem Jahr an genau diesem Ort getroffen zu haben. Damals, so sagt er, hätten sie verabredet, gemeinsam ein neues Leben zu beginnen. In bruchstückhaften Erinnerungen beschwört er diese gemeinsame Vergangenheit, Szene für Szene, Detail für Detail.
Die Frau ist in Begleitung eines anderen Mannes. Sie bemüht sich ernsthaft, sich zu erinnern, doch weder das angebliche Liebesverhältnis noch das Versprechen kommen ihr in den Sinn. Ob es je stattgefunden hat, bleibt in der Schwebe. Die Frage, ob sie dem geheimnisvollen Fremden dennoch folgt, ist damit noch nicht beantwortet.
Entstehungsgeschichte
Alain Resnais inszenierte den Film, der 1961 erschien. Delphine Seyrig, Giorgio Albertazzi, Sacha Pitoëff und Françoise Bertin bilden die Besetzung; die Figuren tragen keine Namen, sie sind der Mann, die Frau und der Begleiter. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm: Die Genres sind schlicht, die Anlage ist es nicht. Eine Liebesgeschichte, deren Existenz einer der beiden Beteiligten bestreitet, verlagert das Drama von der Handlung in die Erinnerung. Was hier erzählt wird, ist keine Abfolge von Ereignissen, sondern der Versuch, eine Vergangenheit zu behaupten, gegen den Widerstand derjenigen, die sie geteilt haben soll.
Die Erzählform arbeitet mit Bruchstücken. Erinnerung wird nicht gezeigt, sondern beschworen, und der Zuschauer hat keine Instanz, die entscheidet, wer recht hat. Das Barockschloss als Schauplatz gibt der Geschichte einen geschlossenen Raum, in dem die drei Figuren einander nicht ausweichen können. Der Begleiter der Frau bleibt dabei die stumme dritte Größe, an der sich die Behauptung des Fremden messen muss.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,4 von 10 wird der Film hoch bewertet, und die einigen hundert Stimmen zeigen, dass er 65 Jahre nach seinem Erscheinen weiterhin gesehen und beurteilt wird. Innerhalb des Liebesdramas nimmt er eine Sonderstellung ein, weil er die Liebesgeschichte selbst zur offenen Frage macht. Wer eine klare Handlung erwartet, findet hier stattdessen eine Anordnung aus Behauptung, Zweifel und Erinnerung, die die Handlung nicht entscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Delphine Seyrig als A – The Brunette Woman
- Giorgio Albertazzi als X – The man with the Italian Accent
- Sacha Pitoëff als M – The Other Man with the Lean Face, The Husband
- Françoise Bertin als A Character from the Hotel
- Luce Garcia-Ville als A Character from the Hotel
- Héléna Kornel als A Character from the Hotel
- Françoise Spira als A Character from the Hotel
- Karin Toche-Mittler als A Character from the Hotel
- Pierre Barbaud als A Character from the Hotel
- Wilhelm von Deek als A Character from the Hotel
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Verfügbarkeit
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