Menschliche Dinge (2021)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Yvan Attal |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 138 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2021-12-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (193 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Farels gelten als Vorzeigefamilie: Jean, ein anerkannter Experte, seine Frau Claire, eine Essayistin mit einer klaren feministischen Haltung, und ihr Sohn Alexandre, der an einer renommierten amerikanischen Universität studiert. Bei einem kurzen Aufenthalt in Paris lernt Alexandre Mila kennen, die Tochter des neuen Partners seiner Mutter, und nimmt sie mit zu einer Party. Am folgenden Tag erstattet Mila Anzeige gegen ihn wegen Vergewaltigung. Aus diesem Moment heraus entfaltet sich eine Auseinandersetzung, die weit über die beiden Beteiligten hinausreicht: Familienbande zerbrechen, und eine mediale wie juristische Maschinerie setzt sich in Gang, in der sich widersprüchliche Wahrheiten gegenüberstehen, ohne dass eine von ihnen sich eindeutig durchsetzt.
Entstehungsgeschichte
„Menschliche Dinge“ entstand 2021 unter der Regie von Yvan Attal. In den Hauptrollen sind Ben Attal, Suzanne Jouannet, Charlotte Gainsbourg und Mathieu Kassovitz zu sehen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und dem Dramagenre zuzuordnen.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangslage legt an, dass hier kein einfacher Fall verhandelt wird: Eine Familie, die öffentlich für bestimmte Werte steht, gerät durch eine Anschuldigung in einen Widerspruch zwischen privatem Selbstbild und öffentlicher Deutung. Die Erzählung stellt zwei Perspektiven nebeneinander, ohne von vornherein eine Seite zu bevorzugen, und macht damit die Frage nach Wahrheit und Beweisbarkeit selbst zum Thema. Dass Medien und Justiz als eigene Kräfte auftreten, verweist auf ein Drama, das nicht nur eine Beziehung, sondern gesellschaftliche Mechanismen der Urteilsbildung in den Blick nimmt. Die Besetzung mit Ben Attal, dem Sohn des Regisseurs, in der zentralen Rolle des Beschuldigten und Charlotte Gainsbourg als Mutter deutet auf eine Geschichte, die familiäre Nähe und Distanz zugleich verhandelt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld vergleichbarer Dramen, ohne dass sich daraus eine breite Rezeption ablesen ließe. Seit dem Erscheinungsjahr 2021 sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, in denen sich der Diskurs um Anschuldigungen dieser Art weiterentwickelt hat, was dem Stoff seine Aktualität nicht nimmt. Innerhalb des Dramagenres ordnet sich der Film durch seine ambivalente Erzählhaltung in eine Reihe von Werken ein, die gesellschaftliche Konflikte ohne eindeutige Auflösung darstellen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ben Attal als Alexandre Farel
- Suzanne Jouannet als Mila Wizman
- Charlotte Gainsbourg als Claire Farel
- Mathieu Kassovitz als Prof. Adam Wizman
- Pierre Arditi als Jean Farel
- Audrey Dana als Valérie
- Benjamin Lavernhe als Maître Célerier
- Judith Chemla als L'avocate
- Réjane Kerdaffrec als Anne Collet, la Présidente
- Gérard Watkins als L'avocat général
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Verfügbarkeit
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