Lore (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Cate Shortland |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm, Thriller |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-09-20 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 4.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 970.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (323 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Deutschland nach dem Krieg: Lore ist 15 Jahre alt und trägt plötzlich die Verantwortung für sich und ihre vier jüngeren Geschwister. Ihre Eltern, ranghohe Nationalsozialisten, wurden festgenommen. Die Kinder stehen nach der Kapitulation Deutschlands vor einer schweren Aufgabe.
Sie müssen sich quer durch das zerstörte Land bis an die Küste im Norden durchschlagen, wo der Hof ihrer Großmutter Sicherheit verspricht. Der Weg durch die Zonen der Alliierten ist lang und voller Gefahren. Kälte und Hunger machen jedes Vorankommen mühsam. Unterwegs begegnen die Geschwister Thomas, einem jüdischen Flüchtling. Lore spürt erste Regungen von Zuneigung, und ihr bislang so festes Weltbild bekommt zunehmend Risse.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Cate Shortland. Der Film stammt aus dem Jahr 2012, zu seiner Besetzung gehören Saskia Rosendahl, Kai-Peter Malina, Nele Trebs und Ursina Lardi.
Die Freigabe ab 16 Jahren trägt einer Geschichte Rechnung, die von Not, Gefahr und dem Zusammenbruch einer Weltanschauung erzählt.
Hinter den Kulissen
Drama, Kriegsfilm und Thriller verbinden sich hier. Der Kriegsfilm liefert den Hintergrund eines zerstörten Landes, das Drama den Blick auf eine Jugendliche, die zu früh erwachsen werden muss, und der Thriller die Spannung einer gefährlichen Reise, auf der jeder Schritt ein Risiko bedeutet.
Die Anlage der Geschichte ist die einer Wanderung. Eine Gruppe von Kindern bewegt sich durch ein fremd gewordenes Land, und die Reise wird zugleich zu einem inneren Weg. Äußere Bedrohung und innere Erschütterung laufen parallel.
Besonders bedeutsam ist die Begegnung mit Thomas. Lore ist die Tochter ranghoher Nationalsozialisten und trifft nun auf einen jüdischen Flüchtling. Aus dieser Konstellation entsteht die zentrale Spannung des Films: Was sie gelernt hat, gerät in Widerspruch zu dem, was sie erlebt. Der Film erzählt damit vom schmerzhaften Zerfall eines Weltbilds.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,7 von 10 erreicht der Film eine ordentliche Bewertung. Die Basis aus einigen hundert Stimmen ist überschaubar, das Ergebnis spricht dennoch für eine überwiegend positive Aufnahme.
Seit dem Erscheinen sind 14 Jahre vergangen. Unter den Filmen über die Zeit nach dem Krieg wählt dieser einen ungewöhnlichen Blickwinkel, indem er die Kinder ranghoher Nationalsozialisten ins Zentrum stellt. Wer ernste Geschichten über Schuld, Erwachsenwerden und Umbruch sucht, findet hier einen Film, der seinem Thema mit Ernst begegnet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Saskia Rosendahl als Lore
- Kai-Peter Malina als Thomas
- Nele Trebs als Liesel
- Ursina Lardi als Mom
- Hans-Jochen Wagner als Dad
- Mika Seidel als Jürgen
- André Frid als Günter
- Eva-Maria Hagen als Grandma
- Mike Veidner als Young German Soldier
- Nick Holaschke als Baby Peter
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Verfügbarkeit
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