Lilya 4-ever (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lukas Moodysson |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-08-23 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 2.700.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.007.747 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (694 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Lilja ist sechzehn und lebt in einer armen Stadt der zerfallenden ehemaligen Sowjetunion. Ihre Mutter hat sie zurückgelassen, ihr Alltag ist elend, und um dem Hunger und der äußersten Armut zu entkommen, verkauft sie gelegentlich ihren Körper. Ihr einziger Freund ist Volodja, ein elfjähriger Junge, der Klebstoff schnüffelt; gemeinsam träumen die beiden sich aus ihrer Lage heraus. Dann scheint dieser Traum greifbar zu werden: Lilja lernt Andrei kennen, verliebt sich in ihn, und er schlägt ihr vor, mit ihm nach Schweden zu gehen und dort neu anzufangen.
Entstehungsgeschichte
Die Regie lag bei Lukas Moodysson, herausgekommen ist der Film 2002. Die Titelrolle spielt Oxana Akinschina, zur weiteren Besetzung gehören Ljubov Agapova und Liilia Šinkarjova. Der Stoff beruht auf einer wahren Begebenheit. Freigegeben ist die Arbeit ab zwölf Jahren — eine niedrige Einstufung angesichts dessen, wovon sie handelt.
Hinter den Kulissen
Drama und Krimi stehen nebeneinander, und die Motive machen deutlich, worauf das hinausläuft: Menschenhandel, Untergrund, Nachtclub, Verzweiflung, Suizid. Was als Fluchtgeschichte beginnt, ist der Anlage nach zugleich die Beschreibung eines Verbrechens, in das die Hauptfigur hineingerät. Schweden erscheint dabei nicht als Ziel, sondern als zweiter Schauplatz. Der Hinweis auf eine wahre Begebenheit verpflichtet die Erzählung zur Nüchternheit, und die Verbindung aus Kinderfreundschaft und äußerster Not hält den Blick auf zwei Menschen gerichtet, die kaum Handlungsspielraum haben.
Einordnung & Wirkung
7,6 von 10 ist ein hoher Wert, getragen allerdings von nur einigen hundert Stimmen: ein Publikum, das den Film bewusst ausgewählt und nicht zufällig gefunden hat. 24 Jahre nach dem Erscheinen hat der geschilderte Zusammenhang von Armut und Menschenhandel nichts von seiner Bestimmtheit verloren. Innerhalb des Sozialdramas gehört die Arbeit zu den Beispielen, die auf Trost verzichten und die Einordnung dem Publikum überlassen. Dass die Bewertung dennoch so hoch ausfällt, spricht dafür, dass gerade diese Unnachgiebigkeit als angemessen empfunden wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Oksana Akinshina als Lilja
- Artyom Bogucharsky als Volodja
- Ljubov Agapova als Lilja's Mother
- Liilia Šinkarjova als Aunt Anna
- Elina Benenson als Natasha
- Pavel Ponomaryov als Andrei
- Tomasz Neuman als Witek
- Anastasiya Bedredinova als Neighbor
- Tõnu Kark als Sergei
- Nikolai Bentsler als Natasha's Boyfriend
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Verfügbarkeit
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