Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ang Lee |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Drama |
| Laufzeit | 127 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-11-20 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 120.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 609.016.565 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (14.020 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Pi Patel wächst in Pondicherry auf, wo seine Familie einen Zoo betreibt, und interessiert sich gleichzeitig für Hinduismus, Christentum und Islam. Als die Familie den Zoo aufgibt und mit den Tieren nach Kanada auswandert, sinkt das Frachtschiff im Pazifik.
Pi überlebt in einem Rettungsboot — gemeinsam mit einem Zebra, einer Hyäne, einem Orang-Utan und einem bengalischen Tiger namens Richard Parker. Nach kurzer Zeit sind nur noch Pi und der Tiger übrig. Der Film erzählt zweihundertsiebenundzwanzig Tage auf dem offenen Meer und stellt am Ende eine zweite Version derselben Geschichte daneben, ohne zu sagen, welche stimmt.
Entstehungsgeschichte
Yann Martels Roman von 2001 galt als unverfilmbar: Die Handlung besteht überwiegend aus einem Jungen in einem Boot, das Ende hängt an einer erzählerischen Konstruktion, und der Tiger ist unspielbar. M. Night Shyamalan, Alfonso Cuarón und Jean-Pierre Jeunet waren nacheinander im Gespräch.
Ang Lee übernahm und entschied sich für 3D — nicht als Aufpreismerkmal, sondern weil die Tiefe im Bild die Enge des Bootes und die Weite des Ozeans gegeneinanderstellen sollte. Die Hauptrolle bekam Suraj Sharma, ein Student ohne Schauspielerfahrung, ausgewählt aus etwa dreitausend Bewerbern.
Hinter den Kulissen
Richard Parker ist zu über achtzig Prozent digital. Vier echte Tiger dienten als Referenz und stehen in einzelnen Einstellungen im Bild; die Effektfirma Rhythm & Hues baute daraus ein Modell, dessen Fell, Muskulatur und Nässe einzeln simuliert wurden. Das Ergebnis ist einer der ersten vollständig überzeugenden digitalen Großraubkatzen.
Für den Ozean baute die Produktion in Taiwan den damals größten selbstgebauten Wellentank der Welt, in dem Wellengang aller Stärken erzeugt werden konnte. Suraj Sharma verbrachte Monate darin. Rhythm & Hues meldete zwei Wochen vor der Oscar-Verleihung Insolvenz an — als der Film den Preis für visuelle Effekte gewann, demonstrierten Mitarbeitende der Branche vor dem Veranstaltungsort gegen die Arbeitsbedingungen im Effektgeschäft.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 609 Millionen Dollar ein und gewann vier Oscars, darunter Ang Lee als besten Regisseur — seine zweite Auszeichnung in dieser Kategorie.
Er gilt als einer der wenigen Filme, die 3D künstlerisch begründet einsetzen. Der Fall Rhythm & Hues machte darüber hinaus eine strukturelle Frage öffentlich: Effektstudios arbeiten in einem Ausschreibungsgeschäft mit sinkenden Margen, während die Filme, die sie ermöglichen, Milliarden einspielen — eine Debatte, die seither anhält.
Bilder








Besetzung & Stab
- Suraj Sharma als Pi Patel
- Irrfan Khan als Adult Pi Patel
- Ayush Tandon als Pi Patel (11-12 Years)
- Gautam Belur als Pi Patel (5 Years)
- Adil Hussain als Santosh Patel
- Tabu als Gita Patel
- Ayaan Khan als Ravi Patel (7 Years)
- Mohd Abbas Khaleeli als Ravi Patel (13-14 Years)
- Vibish Sivakumar als Ravi Patel (18-19 Years)
- Rafe Spall als Writer
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Verfügbarkeit
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