La Ciénaga (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lucrecia Martel |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-04-12 |
| Einspielergebnis | 103.215 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (172 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Hochsommer im Nordwesten Argentiniens, in einem sumpfigen Landstrich namens La Ciénaga: Mecha und ihr Mann Gregorio verbringen die heißen Tage mit ihren vier Kindern auf einem Landgut, das seine besten Jahre lange hinter sich hat. Das Schwimmbecken ist verschmutzt, überall liegen Scherben zerbrochener Weingläser. Mecha langweilt sich und trinkt zu viel, während Gregorio sich anderen Frauen zuwendet. Als sie sich betrunken verletzt, beschließt ihre Cousine Tali, mit ihren eigenen vier lauten Kindern zu Besuch zu kommen – ein Besuch, den eigentlich niemand wollte. Die Atmosphäre ist drückend, eine diffuse Bedrohung liegt über dem Haus, und eine Reihe kleiner Vorfälle treibt die beiden Familien schließlich näher zueinander, als es irgendjemandem recht sein kann.
Entstehungsgeschichte
„La Ciénaga“ entstand im Jahr 2001 unter der Regie von Lucrecia Martel. In den Hauptrollen sind Mercedes Morán, Graciela Borges, Martín Adjemián und Leonora Balcarce zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte kommt ohne klassische Dramaturgie aus: Statt eines zentralen Konflikts reiht sie Beobachtungen aneinander, kleine Reibungen, Zufälle und Unfälle, die sich zu einem Gefühl von Zerfall summieren. Zwei Familien, durch Verwandtschaft verbunden, aber durch Klasse und Alltag getrennt, werden nebeneinandergestellt – Erwachsene, die trinken und sich vernachlässigen, Kinder, die weitgehend sich selbst überlassen bleiben. Das titelgebende Sumpfgebiet ist dabei mehr als Schauplatz: Es steht für eine Umgebung, aus der niemand herausfindet, für Stillstand und schleichende Gefahr zugleich. Die Genrebezeichnung Drama trifft die Anlage genau – es geht nicht um äußere Handlung, sondern um ein Klima aus Hitze, Langeweile und latenter Bedrohung, das sich über die Figuren legt, ohne dass ein einzelnes Ereignis alles erklären würde.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer noch vergleichsweise kleinen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld der Wahrnehmung, ohne dass sich daraus ein breites Meinungsbild ableiten ließe. Seit der Entstehung 2001 sind mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, was den Film als frühes Werk innerhalb des zeitgenössischen argentinischen Kinos erscheinen lässt. Innerhalb des Dramas positioniert er sich über seine reduzierte, beobachtende Erzählweise, die auf große Zuspitzungen verzichtet und stattdessen auf Atmosphäre setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Mercedes Morán als Tali
- Graciela Borges als Mecha
- Martín Adjemián als Gregorio
- Leonora Balcarce als Verónica
- Silvia Baylé als Mercedes
- Sofia Bertolotto als Momi
- Juan Cruz Bordeu als José
- Noelia Bravo Herrera als Agustina
- Maria Micol Ellero als Mariana
- Daniel Valenzuela als Rafael
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Verfügbarkeit
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