KOTOKO (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Shinya Tsukamoto |
|---|---|
| Genre | Drama, Horror |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-11-26 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (125 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Kotoko ist alleinerziehend und leidet unter einer mysteriösen Störung: Sie sieht Menschen doppelt, und weil sie nicht unterscheiden kann, welche Version real ist, erscheinen ihr die Doppelgänger zunehmend bedrohlich und aggressiv. Aus Angst zieht sie immer wieder um, eine Belastung, die auch ihr Baby zu spüren bekommt, das kaum noch aufhört zu schreien. Als sie mit der Situation nicht mehr zurechtkommt, schaltet sich das Jugendamt ein und übergibt das Kind ihrer Schwester. Allein und einsam zurückgeblieben, findet Kotoko einen Ausweg in Selbstverletzung und im Singen. Genau dabei wird sie von dem Schriftsteller Tanaka beobachtet, der sich in sie verliebt und sie fortan aufsucht. Zwischen beiden entwickelt sich eine Beziehung, durch die sich Kotokos Zustand zu bessern scheint – auch wenn ihre Nerven weiterhin angespannt bleiben.
Entstehungsgeschichte
KOTOKO entstand 2011 unter der Regie von Shinya Tsukamoto, der zugleich die Rolle des Tanaka übernimmt. Die Hauptrolle der Kotoko spielt die Musikerin Cocco, weitere Rollen sind mit Yuko Nakamura und Eiichi Takahashi besetzt. Der Film ist als Drama mit Horrorelementen angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Horror ergibt sich hier nicht aus äußeren Schreckmomenten, sondern aus dem subjektiven Erleben einer Figur, deren Wahrnehmung sich nicht mehr mit der Realität deckt. Dass die Bedrohung ausschließlich aus Kotokos Perspektive gezeigt wird, macht das Innenleben der Figur selbst zum eigentlichen Schauplatz. Die Selbstverletzung und der Gesang als Ausdrucksformen deuten an, dass der Film Emotion weniger über Dialog als über körperliche und musikalische Ausdrucksmittel vermittelt. Die Doppelbesetzung von Regie und Hauptrolle Tanaka verstärkt zusätzlich die Nähe zwischen erzählender und erzählter Perspektive.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer bislang eher schmalen Stimmenbasis zeigt sich, dass KOTOKO ein Publikum jenseits des Massengeschmacks findet, aber bei denen, die ihn gesehen haben, überdurchschnittlich positiv aufgenommen wird. Seit der Entstehung 2011 sind mittlerweile 14 Jahre vergangen, was den Film innerhalb des japanischen Genrekinos zu einem Werk macht, das psychische Ausnahmezustände nicht als Effekt, sondern als erzählerisches Zentrum behandelt – eine Position, die ihn von reinen Horrorproduktionen unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Cocco als Kotoko
- Shinya Tsukamoto als Seitaro Tanaka
- Yuko Nakamura
- Eiichi Takahashi
- Ryugo Nakamura
Weitere Filme von Shinya Tsukamoto
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.