Joker (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Todd Phillips |
|---|---|
| Genre | Krimi, Thriller, Drama |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-10-01 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 55.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.078.958.629 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (28.337 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Arthur Fleck lebt Anfang der 1980er in Gotham City, arbeitet als Auftragsclown, pflegt seine kranke Mutter und will Stand-up-Komiker werden. Eine neurologische Erkrankung lässt ihn in unpassenden Momenten unkontrollierbar lachen. Die Sozialdienste, die ihn betreuen und mit Medikamenten versorgen, werden im Lauf des Films eingespart.
Von dort führt die Erzählung schrittweise abwärts: Demütigungen, Gewalt in der U-Bahn, eine Fernsehsendung, die ihn vorführt, und eine Stadt, in der Wut auf die Reichen bereits kocht und nur eine Symbolfigur sucht. Der Film erzählt keine Comicverfilmung, sondern eine Milieustudie — und lässt bewusst offen, wie viel von dem Gezeigten tatsächlich geschieht und wie viel Arthur sich zurechtlegt.
Entstehungsgeschichte
Todd Phillips, bis dahin für die "Hangover"-Komödien bekannt, schlug Warner einen Film vor, der außerhalb des laufenden DC-Filmuniversums steht und keinerlei Anschluss an andere Titel braucht. Das Budget blieb entsprechend niedrig — ein Bruchteil dessen, was Comicverfilmungen üblicherweise kosten.
Phillips und Scott Silver orientierten sich offen an Martin Scorseses "Taxi Driver" und "The King of Comedy". Diese Bezugnahme wurde in die Besetzung hineingeschrieben: Robert De Niro, der in "The King of Comedy" den besessenen Möchtegern-Komiker spielt, übernimmt hier die Gegenposition als etablierter Talkshow-Moderator. Joaquin Phoenix sagte erst nach längerem Zögern zu.
Hinter den Kulissen
Phoenix nahm für die Rolle über zwanzig Kilogramm ab und entwickelte Arthurs Körperhaltung aus dieser Auszehrung heraus. Das Lachen erarbeitete er sich anhand von Aufnahmen von Menschen mit pathologischem Zwangslachen — im Film ist es kein Ausdruck von Belustigung, sondern erkennbar ein Anfall, der wehtut.
Gedreht wurde überwiegend in New York und New Jersey. Die Treppe an der Shakespeare Avenue in der Bronx, auf der Arthur seinen Tanz vollführt, wurde nach dem Filmstart zu einem Ziel für Fotos und Besucher — sehr zum Unmut der Anwohner. Hildur Guðnadóttir komponierte Teile der Musik bereits auf Grundlage des Drehbuchs, vor dem Dreh; Phoenix spielte einzelne Szenen zu den fertigen Stücken.
Einordnung & Wirkung
"Joker" gewann in Venedig den Goldenen Löwen — für eine Comicverfilmung ein Novum — und anschließend zwei Oscars: für Joaquin Phoenix als bester Hauptdarsteller und für Hildur Guðnadóttirs Filmmusik. Mit über einer Milliarde Dollar war er der erste Film mit hoher Altersfreigabe, der diese Marke erreichte.
Vor dem Start dominierte eine andere Debatte: die Sorge, der Film könne Gewalttaten inspirieren, weil er einem Attentäter Verständnis entgegenbringe. US-Kinos erhöhten die Sicherheitsvorkehrungen, das amerikanische Militär verschickte interne Warnungen. Eingetreten ist nichts davon. Geblieben ist die inhaltliche Auseinandersetzung darüber, ob der Film seine Figur erklärt oder rechtfertigt — eine Unterscheidung, die er selbst nicht auflöst.
Bilder








Besetzung & Stab
- Joaquin Phoenix als Arthur Fleck
- Robert De Niro als Murray Franklin
- Zazie Beetz als Sophie Dumond
- Frances Conroy als Penny Fleck
- Brett Cullen als Thomas Wayne
- Shea Whigham als Detective Burke
- Bill Camp als Detective Garrity
- Glenn Fleshler als Randall
- Leigh Gill als Gary
- Josh Pais als Hoyt Vaughn
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Verfügbarkeit
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