Jojo Rabbit (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Taika Waititi |
|---|---|
| Genre | Komödie, Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-10-18 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 14.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 82.468.705 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (10.696 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jojo Betzler ist zehn, lebt im Deutschland der letzten Kriegsmonate und will unbedingt ein guter Hitlerjunge sein. Sein imaginärer Freund ist Adolf Hitler — eine kindliche Fantasieversion, die albern, eitel und leicht gekränkt ist.
Nach einem Unfall im Ferienlager bleibt Jojo zu Hause und entdeckt hinter einer Wand im Zimmer seiner verstorbenen Schwester ein Mädchen: Elsa, jüdisch, sechzehn, von seiner Mutter versteckt. Der Film erzählt daraus eine Komödie, die schrittweise ihre eigene Komik verliert — bis zu einer Einstellung auf ein Paar Schuhe, die keinen Witz mehr zulässt.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist der Roman "Caging Skies" von Christine Leunens, der deutlich düsterer angelegt ist und keinen imaginären Hitler enthält. Die Fantasiefigur ist Taika Waititis Erfindung.
Waititi, dessen Mutter jüdische Vorfahren hat, spielt Hitler selbst — nach eigener Aussage als bewusste Geste: Es sei die beste Art, sich über die Figur lustig zu machen. Das Drehbuch stand über Jahre auf der Black List, ohne dass ein Studio es finanzieren wollte; erst nach dem Erfolg von "Thor: Tag der Entscheidung" kam die Produktion zustande.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Tschechien, überwiegend in Žatec, dessen erhaltene Altstadt für die deutsche Kleinstadt einstand. Die Ausstattung setzt auf kräftige, fast pastellige Farben — der Krieg ist in der ersten Filmhälfte optisch kaum vorhanden.
Roman Griffin Davis war beim Dreh elf Jahre alt und hatte keine Schauspielerfahrung; er wurde in einem offenen Auswahlverfahren gefunden. Waititi hielt die belastenden Zusammenhänge von den Kinderdarstellern weitgehend fern. Die deutschsprachigen Fassungen der Lieder von den Beatles und David Bowie rahmen den Film — beide existierten tatsächlich als offizielle Aufnahmen.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch und war in fünf weiteren Kategorien nominiert, darunter bester Film. Weltweit spielte er rund 90 Millionen Dollar ein.
Die Aufnahme war gespalten. Befürworter lasen ihn als Film über Indoktrination von Kindern, dessen Komik genau dann zusammenbricht, wenn sie es muss. Kritiker warfen ihm vor, den Nationalsozialismus zu einer Kulisse für eine Erwachsenwerdungsgeschichte zu machen und mit einem albernen Hitler die Bedrohung zu verkleinern. Die Debatte, die schon "Das Leben ist schön" begleitet hat, wurde damit erneut geführt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Roman Griffin Davis als Jojo
- Thomasin McKenzie als Elsa
- Scarlett Johansson als Rosie
- Taika Waititi als Adolf
- Sam Rockwell als Captain Klenzendorf
- Rebel Wilson als Fraulein Rahm
- Alfie Allen als Finkel
- Stephen Merchant als Deertz
- Archie Yates als Yorki
- Luke Brandon Field als Christoph
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Verfügbarkeit
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